Yaskawa verstärkt europäische Präsenz

2018 kommen die Roboter aus Europa

Der japanische Technologiekonzern Yaskawa intensiviert seine Präsenz in Europa: Ziel ist es, mittelfristig in strategischen Zielmärkten unter den zwei führenden Herstellern von Industrierobotern in Europa zu sein.

Das Yaskawa-Management informierte bei einer Pressekonferenz im Beisein von slowenischen Gästen über geplante strategische Investitionen in Europa. In Slowenien wird eine Roboterfabrik entstehen. (Foto: Yaskawa)

Das erklärten Hiroshi Ogasawara (Representative Director & President Yaskawa Electric Corporation) und Manfred Stern (President & CEO Yaskawa Europe, Corporate Vice President Yaskawa Electric) im November bei einer Pressekonferenz in Frankfurt/Main.

Insbesondere wird Yaskawa seine Fertigungskapazitäten erweitern und neben den bereits bestehenden Produktionsstätten in Japan und China eine neue Roboterproduktion sowie ein neues europäisches Robotik- Entwicklungszentrum in Slowenien eröffnen. Zweihundert neue Arbeitsplätze sind dort geplant. 2018 werden die ersten Motoman Roboter von Yaskawa aus rein europäischer Fertigung hergestellt werden. Das Werk soll etwa 80 Prozent des europäischen Bedarfs an Robotern decken. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 25 Millionen Euro.

Yaskawa – mit mehr als 350.000 installierten Einheiten einer der weltweit größten Akteure im Bereich Industrieroboter und darüber hinaus ein international führender Anbieter von Antriebs- und Automationstechnik – verfolgt in Europa eine ambitionierte Expansionsstrategie. Damit agiert das 1915 gegründete Unternehmen bewusst entgegen dem internationalen Trend, Technologie-Know-how und Produktionskompetenz von Europa nach Asien zu verlagern.

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Bereits heute beschäftigt Yaskawa rund 350 Entwicklungs- und Applikationsingenieure in Europa. Die neuen Produktions- und Entwicklungskapazitäten ermöglichen noch schnellere, kundenspezifische Robotik-Lösungen für Kunden in Europa. Dies stärkt nicht zuletzt die Zusammenarbeit mit OEMs in diesen Märkten. Zudem rückt Yaskawa damit noch näher an europäische Markt- und Techniktrends heran.

„Europa ist in vielen Technologien führend und wir wollen unseren Kunden konsequent zeigen, dass wir gerne hier sind, um mit ihnen noch effizientere Lösungen zu entwickeln“, ergänzte Stern. Die Ausweitung der europäischen Aktivitäten erfolgt zum einen durch Investitionen sowohl in das vorhandene Geschäft mit Robotern als auch in den Bereich elektrische Antriebstechnik. Zum anderen hat Yaskawa das Geschäftsmodell in den Bereichen Industriesteuerungstechnik und ‚Green Energy‘ zuletzt durch strategische Akquisitionen erweitert. Im Fokus stehen dabei Energielösungen in den Bereichen Windkraft und Elektrifizierung von Schiffsantrieben. bw

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