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Transport-Roboter

Das Transmodul soll Verpackungsmaschinen effizienter machen
Die Transmodule besitzen ein Vakuumpumpe, einen Antriebsmotor und die eigene Steuerungselektronik beziehungsweise Elektrik. Energie und Daten werden kontaktlos übertragen. (Fotos: Schubert)
Vor wenigen Wochen hat es sich zum ersten Mal in Bewegung gesetzt: Das Transmodul von Schubert. Es ist ein Verbindungselement zwischen den TLM-Teilmaschinen und ersetzt den TLM-Vakuumtransporteur, der seinerseits vor sechs Jahren die Kettentransporteure abgelöst hat. Die Crailsheimer haben zwei Jahre lang an der Entwicklung der neuen Komponente gearbeitet.

Ab Anfang 2010 wird es in den Top-Loading-Maschinen (TLM) des Verpackungsmaschinenherstellers Schubert ein Schienensystem in jeder Teilmaschine geben. Beim Zusammensetzen der Teilmaschinen entsteht ein durchgängiger Schienenstrang, auf dem das Transmodul verfährt. Es hat eine Vakuumpumpe, einen Antriebsmotor und eine eigene Steuerungselektronik beziehungsweise Elektrik. Energie und Daten werden kontaktlos übertragen. Das Modul ist Teil der Schubert VMS-Steuerung.

In der TLM-Verpackungsmaschine der Zukunft hält ein Transmodul die aufgerichteten Schachteln mittels Sauger am Boden fest. Dieses Verfahren hat sich bei den Vakuumtransporteuren bewährt. Die Schachteln durchlaufen – vom Transmodul getragen – die gesamte Maschine beziehungsweise sämtliche Teilmaschinen. Am Ende schwenkt das Modul nach unten und fährt am Schienenstrang hängend in die Ausgangsposition zurück. Sollte ein Modul ausfallen, hält die Maschine kurz an, und das nachfolgende Modul schiebt das defekte Modul aus dem System. Es ist wichtig, bei allen Hightech-Komponenten und besonders bei TLM-Systemkomponenten darauf zu achten, dass die Geräte genügend eigene Intelligenz mitbringen und die Programmierung nur noch aus der Eingabe von Parametern besteht. Auch dieser Forderung hat Schubert Rechnung getragen. Zur Formatumstellung werden zwei Transmodule wahrscheinlich schon im Jahr 2011 den Werkzeugtransport von und zu den einzelnen Teilmaschinen bewerkstelligen. So gesehen waren die Entwicklungsarbeiten für den automatischen Werkzeugwechsel der Auslöser für die Entwicklung des Transmoduls. Es soll neue Maßstäbe setzen im Verpackungsmaschinenbau und wird – so meint Gerhard Schubert – spätestens auf der Interpack 2011 Tagesgespräch sein. Das Transmodul soll dazu beitragen, den Verpackungsmaschinenbau weiter zu rationalisieren und den Verpackungsmaschinen noch höhere Effizienzen und eine noch größere Flexibilität eröffnen. Auch der Forderung nach zunehmend weniger Energiebedarf hat der Hersteller Rechnung getragen: Das Transmodul benötigt nur Energie beim Beschleunigen vom Stillstand heraus bis zu seiner Fahrgeschwindigkeit, die fünf Meter pro Sekunde betragen kann. Wenn das Transmodul dann wieder abbremst und sich zum Beispiel unter einem Befüllroboter positioniert, schaltet der Antriebsmotor auf Generatorbetrieb um – er liefert also Strom, der in Kondensatoren gespeichert wird und für das Wiederanfahren zur Verfügung steht. Diese Technik kommt in allen Servoantrieben der TLM-Verpackungsmaschinen zum Einsatz. Die Zukunft des Transportroboters von Schubert hat schon begonnen: Zwei TLM-Maschine mit der neuen Transmodul-Technologie liefert der Hersteller noch in diesem Jahr zu Kunden in der Molkerei- und Süßwarenindustrie. pb

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