Kollaborierende Roboter

Daniel Schilling,

Cobots für Messsysteme

Fluri Präzisions- und Mikromechanik entlastete seine Werker durch die Einführung von Cobots von monotonen und repetitiven Arbeitsschritten. Die Implementierung übernahm Staveb Automation.

Der Roboter ist mit einem Standardgreifer mit produktspezifischen Fingern ausgestattet. Dank der Plug-and-Play-Software ist er sofort startbereit und kann auch in anderen Einsatzfeldern genutzt werden. © Staveb Automation

Fluri Präzisions- und Mikromechanik gehört zu den führenden Schweizer Unternehmen im Bereich der hochpräzisen Mikromechanik. Neben der Lohnfertigung stellt das Unternehmen auch eigene Produkte her. Bei der Einführung eines kollaborierenden Roboters im Fertigungseinsatz führte Staveb Automation die Implementierung des Cobots durch.

Repetitive und monotone Arbeitsschritte

Das Fluri-Team hatte für die Cobot-Einführung in der Fertigung von Wellen und von Hülsen mehrere Gründe: Entgratungs- und Reinigungsarbeiten der Bauteile sind repetitive und sehr monotone Arbeitsschritte. Hinzu kommt, dass es sich um zeitaufwendige Tätigkeiten handelt, die aber für die Funktionalität des Endproduktes sehr wichtig sind.

Die Qualität der ausgeführten Arbeitsschritte ist daher umso wichtiger, gerade dann, wenn kurzfristig große Stückzahlen geliefert werden sollen. Daher wollte Fluri diese Prozesse von Zeit und Kapazitäten unabhängig machen und suchte nach einer vollautomatischen Lösung.

Hohe Präzision unabdingbar

„Beide Vorprodukte fertigen wir für hochpräzise Messsysteme, daher müssen diese Arbeitsschritte sehr genau und exakt durchgeführt werden“, erklärt Geschäftsführer Stefan Fluri. Die Lösung fand Philipp A. Walden von der Staveb Automation. Entscheidend war, dass beide Bauteile in unterschiedlichen Ausführungen auf derselben Anlage bearbeitet werden.

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Walden erläutert: „Bei Fluri setzen wir den kollaborativen TM-Roboter von Omron ein. Dieser verfügt über ein integriertes Bildverarbeitungssystem sowie über ein breites Sichtfeld. Durch die moderne Beleuchtungstechnologie ist eine tadellose Objekterkennung unter allen Bedingungen möglich.“

Cobot in der Hülsenproduktion

In der Hülsenproduktion nimmt der Cobot eine Hülse auf, positioniert sie und bestückt eine Drehbank, die einen Grat innerhalb der Hülse entfernt und die Bearbeitungsreste ausbürstet. Dabei steuert die Lösung von Staveb Automation die Spannzange sowie den Revolverarm mit den unterschiedlichen Werkzeugen.

Anschließend nimmt der Cobot die Hülse wieder auf und legt diese in einer Kiste ab. Im Falle der Wellen nimmt der Cobot sie auf, wechselt die Griffposition und platziert sie auf ein Gebläse, um Rückstände aus dem Innengewinde auszublasen. Dann wird die Welle in sechs verschiedene Waschkörbe säuberlich palettiert.

Standardgreifer

Der Roboter ist mit einem Standardgreifer mit produktspezifischen Fingern ausgestattet. Dank der Plug-and-Play-Software ist er sofort startbereit und kann auch in anderen Einsatzfeldern genutzt werden. Durch die Verwendung einer Standard-Drehbank vom Typ Schaublin 102 mit Greifzange und Standard-Revolver fühlen sich die Mitarbeiter sicher und hatten keinerlei Einarbeitungsschwierigkeiten.

Mit dem Cobot setzt Fluri einen Vibrationsförderer ein, um die Einzelteile zur Aufnahmeposition zu transportieren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Erkennung der reflektierenden Teile wurde die Beleuchtung und Optik angepasst. „Aufgrund unserer Zeitkapazitäten werden diese beiden Produktionsschritte bei der Wellen- und Hülsenfertigung autonom und unabhängig von der Personalplanung durchgeführt. Durch die hohe technische Erfahrung von Staveb Automation konnten die richtigen Schlüsse bezüglich Funktionalität gezogen werden“, betont Fluri.

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