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Artikel und Hintergründe zum Thema

Mechatronische Drehmodule

Produktive Rotation

Zunehmend erkennen Konstrukteure die Potenziale mechatronischer Komponenten und wissen sie zu nutzen. Dazu zählt unter anderem die Mechatronisierung rotativer Bewegungen. Schunk hat sein standardisiertes Greifsystemprogramm im Bereich der elektrischen Drehmodule ausgebaut.

Mit elektrischen Drehmodulen nutzen Anwender die Potenziale der Mechatronisierung bei rotativen Bewegungen. (Foto: Schunk)

Ob hochdynamische Elektronikmontage, frei positionierbarer Rundschalttisch für Montageapplikationen oder kraftstrotzender Drehantrieb für schwere Lasten – das mit mehr als 300 Standardkomponenten einzigartige Mechatronikprogramm von Schunk bietet für jede Dimension das passende mechatronische Drehmodul. So hat das Unternehmen speziell für Montageanwendungen in der Elektronik-, Konsumgüter- und Pharmaindustrie das endlos drehende Miniaturmodul ERD entwickelt, den weltweit einzigen Torquemotor mit integrierter Luftdurchführung und Absolutwegmesssystem am Markt. Serienmäßig hat das Modul zwei integrierte Luftdurchführungen. Optional sind vier Elektrodurchführungen sowie das SIL2-zertifizierte Absolutwegmesssystem erhältlich. Das ERD gibt es in drei Baugrößen mit Nenndrehmomenten von 0,4, 0,8 sowie 1,2 Newtonmeter; hiermit lassen sich platzsparende, drehmomentstarke Highspeed-Montagesysteme realisieren. Das Drehmodul wird von einem bürstenlosen Synchronmotor mit Permanenterregung angetrieben. Die spezielle Geometrie sorgt für hohe Dynamik und Beschleunigung.

Für rotative Bewegungen im meistgefragten mittleren Lastbereich ist das Modul ERS gedacht. In der Baugröße 170 ist es gerade mal 66 Millimeter hoch. Es erreicht ein Nennmoment von fünf Newtonmeter und ein maximales Moment bis 17 Newtonmeter. In Montageapplikationen fungiert es zum einen als Drehmodul, zum anderen als Rundschalttisch. Kernstück ist ein Torquemotor mit Hohlwelle.

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Dass das mechatronische Schwenken auch bei höheren Lasten Vorteile bieten kann, zeigt das elektrisch angetriebene Drehmodul ERM. Es vereint hohe Drehmomente und hohe Genauigkeit. Selbst große Lasten, wie sie beim Drehen und Umorientieren von Werkstücken in der Automobilzulieferindustrie vorkommen, lassen sich mit ihm beliebig positionieren. Der Inbetriebnahmeaufwand ist gering, denn im Gegensatz zu pneumatischen Schwenkeinheiten sei es bei den ERM-Modulen einfach, Toleranzen im Anlagenbau in Sekundenschnelle über eine feinjustierte Drehbewegung präzise auszugleichen. Zudem können die Module beim Einrichten oder bei der Wartung der Anlage mit sicher reduzierter Geschwindigkeit gefahren werden. Am oberen Ende der Leistungsskala hat Schunk mit den Hochleistungsdrehmodulen PR 2, PDU 2 und PSM 2 drei kompakte, leistungsdichte und intelligente Antriebe angesiedelt, die gezielt für den robusten Einsatz in der Industrie optimiert sind. pb

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