Meinung
„Alles fließt“...
... schoss es mir im vergangenen Monat durch den Kopf, als ich in den vollen Gängen der Logimat unterwegs war. Die Besucher strömten durch die Hallen, mobile Transportsysteme düsten zwischen den Leuten hindurch. Shuttle-Systeme, Regalbediengeräte, Stapler und Hubwagen, Transportbänder und Förderanlagen – all das sorgt für einen reibungslosen Materialfluss.
Und nicht nur in der Intralogistik ist alles im Fluss: Fertigungs- und Logistikabläufe lassen sich inzwischen kaum noch trennen, die Intralogistik geht über Lager und Distribution hinaus und reicht bis in die Fertigung und Montage. In diesem Jahr findet nun auch die Cemat wieder zeitgleich mit der Hannover Messe statt. So können sich Besucher ganzheitlich über vernetzte und automatisierte Herstellungs- und Logistikprozesse informieren.
Alles fließt – Panta rhei. Der griechische Philosoph Heraklit hat bei diesem Satz ganz sicher nicht an die Intralogistik oder die moderne Industrie gedacht. Er brachte vielmehr den Wandel des Lebens auf den Punkt. Alles bewegt sich beständig fort und verändert sich. Aber auch das scheint mir bei genauerer Betrachtung gar nicht so unpassend, beschäftigt sich doch auch unsere Branche immer auch mit dem Wandel. Heute unterhalten wir uns über Themen wie Industrie 4.0, Vernetzung, Künstliche Intelligenz und Roboter. Noch vor einigen Jahren waren das die Themen der Science-Fiction-Filme.
In diesem Themenheft steht der Materialfluss im Mittelpunkt. Er betrachtet laut Definition die Prozesskette der Vorgänge beim Gewinnen, Be- und Verarbeiten sowie bei der Verteilung von Gütern, also beispielsweise die Vorgänge Bearbeiten, Prüfen, Handhaben, Fördern oder Lagern. Aber mit dem Materialfluss einher geht inzwischen auch ein Informationsfluss. Daten fließen auch, sie werden erfasst, transportiert, verarbeitet und ausgegeben. Damit lässt sich der Materialfluss vom Wareneingang, über das Lagern, die Kommissionierung bis zum Warenausgang steuern und überwachen. Die Güter werden erfasst und in Echtzeit verwaltet und verfolgt, der Nachschub-Prozess wird automatisiert, Fertigungsabläufe werden schneller und der Lieferprozess präziser.
Alles fließt – in diesem Sinne will ich Ihren Lesefluss gar nicht unterbrechen und wünsche Ihnen eine spannende Lektüre.
Ihre
Annina Schopen
Redakteurin handling









