Meinung
Gradmesser …
… der industriellen Konjunktur ist der Werkzeugmaschinenbau. Blickt die produzierende Industrie skeptisch in die Zukunft, dann bekommen die Maschinenbauer das meist als erste zu spüren: Kunden stornieren oder verschieben ihre Aufträge. Andersherum weist eine gute Auftragslage auf eine optimistische Stimmung in der Produktion hin; auf das Vertrauen, dass sich Zukunftsinvestitionen auszahlen.
Derzeit sieht die Lage erstaunlich rosig aus. Wenn Sie unserer Berichterstattung online oder im Heft folgen, dann konnten Sie jüngst zahlreiche sehr positive Artikel über Quartals- oder Jahresbilanzen lesen. Die Auftragslage der meisten Werkzeugmaschinenbauer ist sehr gut, allen aktuellen Krisen, Kriegen und Katastrophen zum Trotz.
Das Problem ist eher, die Aufträge auch abzuarbeiten. Bildlich gesprochen drohen einige Unternehmen vor dem vollen Teller zu verhungern, weil qualifizierte Mitarbeiter, Ressourcen oder Komponenten fehlen, um aus dem Auftrag ein fertiges Produkt zu machen. Denn am Ende zählt nur das Geld, das als Preis für das fertige Produkt auf dem Konto eingeht – Aufträge bezahlen keine Rechnungen.
Das wird sicher auch Mitte September in den Hallen der Messe Stuttgart ein Thema sein, wenn sich die Branche zur AMB trifft. Nach Corona-bedingt vierjähriger Pause gibt es dann wieder die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen und zum Hands-on-Kennenlernen der neusten Technologien. Als Redaktion INDUSTRIAL Production werden wir dabei mit an Bord sein. Die intensive Messesaison im Mai und Juni hat gezeigt, dass das wieder möglich ist.
Vielleicht sehen wir uns dort – oder drei Wochen später an gleicher Stelle zur Motek?









