Editorial
Stimmungshoch
Im letzten Jahr konnte der deutsche Maschinen- und Anlagenbau ein teils zweistelliges Wachstum in einigen Branchen verkünden und auch für das laufende Jahr 2018 gab der VDMA eine gute Umsatzprognose ab. Und diese hat sich nun für das erste Halbjahr bestätigt: Am 8. August meldete der Branchenverband einen Zuwachs im Auftragseingang um 7 Prozent. Das Auftragsplus im Inland erreicht in den ersten sechs Monaten real 10 Prozent.
Die positive Marktentwicklung bestätigt auch der Verein deutscher Werkzeugmaschinenfabriken VDW. Für das erste Quartal 2018 meldete er im Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie einen Zuwachs um 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei legten die Bestellungen aus dem Inland um 39 Prozent zu, die Auslandsorders um 15 Prozent.
Trotz geopolitischer Unruhen geht es der Branche gut. Die Auftragsbücher sind gefüllt und die Kapazitätsauslastung beträgt im Schnitt 94 Prozent. Die dynamische Marktentwicklung scheint den Entwicklungsdrang der Branche noch zu beflügeln. Sie zieht ihre Motivation aus dem Stimmungshoch. Und das ist auch gut so, denn die Branche muss sich an die sich verändernden Marktbegebenheiten anpassen.
Als die großen Herausforderungen im Präzisionswerkzeugbau nannte beispielsweise Mapal-Geschäftsführer Dr. Jochen Kress neben dem Wandel weg vom Verbrennungsmotor hin zum Elektroantrieb auch den demografischen Wandel. Der momentane konjunkturell bedingte Fachkräftemangel wird sich durch den Renteneintritt der sogenannten Babyboomer verstärken. Aber das ist nur eine Herausforderung, denen sich der Präzisionswerkzeugespezialist stellen muss.
Lesen Sie in unserem integrierten Sonderheft Präzisionswerkzeuge mehr über die großen Aufgaben der Branche, warum Werkzeugwuchten so wichtig ist und auch über die finanziellen und rechtlichen Aufgaben, die es auf dem Weg zu einem neu entwickelten Werkzeug zu bewältigen gibt.
Viel Spaß bei der Lektüre wünscht Ihnen
Andrea Gillhuber, Chefredakteurin
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