Meinung
Der Lauf der Dinge…
... in der industriellen Fertigung, liebe Leserinnen und Leser, hängt maßgeblich von Qualität und Zusammenspiel der intralogistischen Komponenten und Systeme ab. Was es hier an Neuigkeiten gibt, erfahren wir bei der LogiMAT, mit der wir – same procedure as every year – in wenigen Tagen das Messekarussell 2015 besteigen. Der Veranstalter, die Münchener Euroexpo, verspricht vom 10. bis 12. Februar in Stuttgart die „umfangreichste Leistungsschau der Intralogistik-Branche in der Geschichte der Internationalen Fachmesse für Distribution, Material- und Informationsfluss“. Wir gehen hin, und wir werden sehen. Messeleiter Peter Kazander jedenfalls freut sich über den Ausstellerzuspruch und bezeichnet die diesjährige Veranstaltung als „Spitzenreiter der Intralogistik-Messelandschaft weltweit“. Beim Thema Materiafluss dreht sich also was.
Unterdessen hat eine Studie des Club of Logistics ergeben, dass die Logistik unter einem schlechten Image als Arbeitsplatz leide – ja sogar von einem „armseligen Ruf“ ist hier die Rede: Im Ranking der fünfzig bei Akademikern beliebtesten Arbeitgeber taucht die Logistikindustrie nicht auf! Klar, die prominenten Autobauer stehen vorn. Dahinter rangieren andere Unternehmen und Organisationen, darunter auch Bundeswehr, Bundesnachrichtendienst, Auswärtiges Amt und Europäisches Patentamt. Dieses Ergebnis hat mich sehr verwundert. Die Logistik – und dazu zählt als Teilgebiet immerhin auch der innerbetriebliche Warenfluss – ist doch einer der wichtigsten Industriezweige Deutschlands, und ein hochinteressanter obendrein! Wenn hier nichts geht, geht nirgendwo was. Nicht nur in der Produktion. In der Logistik passiert´s – Effizenz, Zukunft, Nachhaltigkeit, Wohlstand. Falls Akademiker konkrete Anschauung für diese Erkenntnis benötigen: unseren Themenschwerpunkt ab Seite 44 lesen, dann nach Stuttgart fahren! In der Intralogistik passiert auch Energieeinsparung, ganz konkret: Merck hat sein Gefahrgutlager modernisiert und dort die Intralogistik auf den neuesten Stand gehoben. Quasi als Nebeneffekt werden hier nun 20 Prozent weniger Energie verbraucht als vorher. Wodurch – das steht auf Seite 30/31.
Auch der handling award geht seinen Gang: Weil sich auch bei uns jede Menge dreht, gibt es in diesem Jahr vier Themenkategorien – doppelt so viele wie 2014: Handhabung und Montage; Automatisierung und Robotik; Qualität und Sicherheit; Lagerung, Kommissionierung, Umschlag und Transport. Das Bewerbungsverfahren 2015 ist eröffnet, und ich lade Sie hiermit herzlich zur Teilnahme ein! Am 6. Oktober wird im Rahmen der Motek die feierliche Preisverleihung stattfinden. Erfahren Sie mehr auf Seite 10 und vor allem auf www.handling.de/award – hier können Sie sich online bewerben. Wir freuen uns, wenn Sie mitmachen!
Ich wünsche Ihnen stets optimale Abläufe und grüße Sie aus der handling-Redaktion,
Ihre
Petra Born









