Industriegasfeder

Zuverlässiger Glocken-Stopp

Gasfedern in Fassrührstation. Die Anforderungen an Fassrührstationen für Gießharze sind hoch. Scheugenpflug arbeitet nicht mit Standardkomponenten und hebt die Verarbeitung von Vergussmaterialien auf ein neues Niveau – mit Industriegasfedern von ACE.

Bei Ausfall der Pneumatik hält eine ACE Industriegasfeder die Rührstation mit Fassglocke sicher in Position. (Foto: ACE)

Scheugenpflugs Kernkompetenz ist die konstante Verbesserung von Materialaufbereitungs- und Förderanlagen sowie Klebe-, Dosier- und Vergusssystemen. Der Fokus liegt auf perfekt abgestimmten Prozessabläufen für wiederholgenaue Produktionsergebnisse. Dies bei Rührstationen für Fässer mit 200 Litern Inhalt umzusetzen, war bereits in der Konstruktionsphase eines neuen Projekts gemeinsam mit ACE der Plan. Ziel des Entwicklerteams war es, eine hinreichende Abdichtung der größeren Fässer zu erreichen; das vollständige Abdichten ist notwendig, um bei der Verwendung von feuchtigkeitsempfindlichen Vergussmaterialien in heißer und feuchter Umgebung über längere Zeit eine irreparable Schädigung der teuren Harze zu vermeiden. Bei der neuen Fassrührstation sollten neben den geschätzten Features wie Temperieren und Aufrühren auch anspruchsvollere Funktionen wie eine Beaufschlagung des Gießharzes mit Vakuum direkt im Fass für eine blasenfreie Materialaufbereitung möglich sein. Weitere Hauptanforderung war eine hohe Prozesssicherheit in allen Belangen.

Diese Anforderungen konnten die Entwickler umsetzen, indem sie eine spezielle Glocke konstruierten, die komplett über das 200-Liter-Fass gefahren wird. Dafür wird die Fassglocke, bevor der eigentliche Rührprozess beginnt, mit Hilfe eines pneumatischen Zylinders in die oberste Position gebracht, um die Station mit einem neuen Fass zu beladen. Die Glocke wird dann mit allen Gewerken wie Rührwerk, Füllstand- und Grenzwertsensoren sowie Heizspirale über eine Zweihandschaltung über das Fass gefahren, um im Anschluss daran mit dem Aufbereiten des Materials zu beginnen. Steht die Glocke beim Beladen der Station in der obersten Position, könnte es theoretisch durch einen Ausfall der Pneumatik zu einem ruckartigen Absacken der gesamten Hebeeinheit in Richtung Fass kommen. In diesem Fall wären Schäden sowohl an der Gesamtkonstruktion als auch am Fass zu befürchten.

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Für das millimetergenaue Verharren von Elementen in einer bestimmten Position kommen üblicherweise Locked-Elemente von ACE ins Spiel; sie sorgen für eine Klemmung entlang von Schienen, Bahnen und Achsen. Konstruktionsbedingt waren derlei Elemente bei der Scheugenpflug-Glocke allerdings nicht vorgesehen. Alternativ wählte ACE unter Berücksichtigung der Eckdaten wie maximaler Ausschubkraft, Progression und Knickung eine Gasdruckfeder des Typs GS-40-1000-AA-2500N aus. Industriegasfedern liegen bei ACE mit Körperdurchmessern von acht bis 70 Millimeter sowie mit Kräften von zehn bis 13.000 Newton vor. Im konkreten Fall kommt eine Feder mit 1.000 Millimeter Hub, einem Durchmesser von 40 Millimeter und einer Ausschubkraft von 2.500 Newton zum Einsatz. Sie ist individuell mit Stickstoff befüllbar; die hier erforderlichen Füllwerte wurden vor Ort durch Tests ermittelt. Dabei wurde geprüft, wie weit die Gasfeder die Glocke nach oben drückt und wie weit die Glocke absackt, wenn die Zylinder im ausgefahrenen Zustand versagen.  pb

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