KI + Datenanalyse
CAM einfacher programmieren
Komplexere Geometrien, häufige Designänderungen und der Druck, Teile in immer kürzeren Zeiten zu programmieren - das sind die Anforderungen, die den Arbeitsalltag der meisten CAM-Programmierer prägen. Die neue Version der Software Hypermill V9.5 soll genau hier unterstützen. Umfangreiche Automatismen und Werkzeuge helfen dabei die Programmierzeit selbst bei komplizierten Teilen deutlich zu reduzieren.
Ein Beispiel ist die Feature-Technologie der Software, welche die Programmierung wiederkehrender oder ähnlicher Geometrien standardisiert. Basis dafür ist die weit gefasste Definition von Featuren. Wurden bisher unter Featuren Geometrieinformationen für typische 2D-Bearbeitungen wie Bohrungen und Taschen verstanden, kann jetzt jede charakteristische Geometrie für die automatisierte Programmierung wiederkehrender Abläufe genutzt werden. Zudem ist diese Technologie nicht mehr länger nur auf 2D-, sondern nun auch auf 3D- und 5-Achs-Bearbeitungen anwendbar.
Ein weiteres wichtiges Leistungsmerkmal der Software ist, dass Bearbeitungsstrategien und Werkzeuge in Makros zusammengefasst werden können. Einmal abgelegte Makros werden automatisch den erkannten Featuren zugeordnet. Dabei soll die Makrodatenbank maximale Übersichtlichkeit ermöglichen. Sie erlaubt es etwa, Makros mit Bildern zu speichern. Dadurch können sich Anwender Inhalte übersichtlich darstellen lassen, um Jobs besser nachzuvollziehen. Alles zusammen – Feature-Technik und Makros – verwirklicht die weitestgehend automatisierte Programmierung. Bei Designkorrekturen oder ähnlichen Teilen sind nur noch einige Parameter zu ändern statt komplett neu zu programmieren. Die Einsparung an Programmierzeit ist erheblich. Und mit jedem neu programmierten Teil wächst das abrufbare Fertigungs-Know-how.
Praktisch für Anwender ist auch eine vollautomatische Kollisionskontrolle und -vermeidung. Bei 5-Achs-Simultan-Bearbeitungen werden die Werkzeuganstellungen ohne Angabe von Führungskurven automatisch von der Software berechnet. Der Anwender muss nur noch einen Vorzugswinkel eingeben. Ermöglicht wird dies durch eine Kollisionsbetrachtung, die das gesamte Bauteil berücksichtigt. Auf dieser Basis werden automatisch kollisionsfreie Werkzeuganstellungen generiert. Die Erstellung von 5-Achs-Programmen wird damit nochmals deutlich vereinfacht. Gleichzeitig gewährleistet diese vollautomatische Kollisionsvermeidung eine noch höhere Prozesssicherheit.sg









