Infrarot-Hallenheizungen

Verbrauch geschrumpft

Der Name Herrenknecht steht für den Weltmarktführer in der Tunnelvortriebstechnik. Bei der Beheizung seiner Hallen setzt das global agierende Unternehmen seit Jahren auf die Infrarotsysteme von Kübler. Deren Energie- spartechnik sorgt in den großen Produktionshallen für nachhaltig effizienten Heizungsbetrieb und schafft genau das Arbeitsklima, das für die Hochleistungs-Produktion benötigt wird.
Moderne Infrarotheizungen lassen sich auch in sehr hohen Hallen effizient und wartungsfreundlich einsetzen.


Das Wetter könnte nicht „besser“ sein, um die Hallenheizung bei der Herrenknecht AG zu begutachten. Eisiger Wind treibt einem Nieselregen ins Gesicht und Kälte unter die Haut. Aber zunächst beeindruckt der Empfang: Vor dem Entree des Stammhauses in Allmannsweier-Schwanau wird unter freiem Himmel eine Tunnelvortriebsmaschine mit gigantischen Ausmaßen montiert. In nur 35 Jahren hat das Familienunternehmen die Weltspitze in der Tunnelvortriebstechnik erobert. Fast überall, wo Verkehrs- oder Versorgungstunnel gebohrt oder Energielagerstätten erschlossen werden, kommen seine Maschinen zum Einsatz. Zum Herrenknecht-Konzern zählen heute 77 in- und ausländische Tochter- und geschäftsnahe Beteiligungsgesellschaften. Der Konzern beschäftigt weltweit über 4.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von über einer Milliarde Euro (2011).

Den Grund dafür, warum er sich 2006 nach alternativen Heizungslösungen umgesehen hat, formuliert Josef Gruseck, Mitglied der Geschäftsleitung und Technikverantwortlicher bei Herrenknecht, so: „Uns ging das Gas aus“, schmunzelt er und sagt: „Die Projekte wurden immer größer, wir brauchten mehr Hallenfläche und für die Neubauten war die Flüssiggasversorgung nicht mehr ausgelegt.“

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Eng in die Entscheidungsfindung eingebunden war Michael Pfütze. Als Geschäftsführer seines gleichnamigen Unternehmens betreut er Herrenknecht in allen Fragen der Sanitär- und Heizungstechnik. In seinem Betrieb kannte man die Vorteile der Infrarottechnik für die energiesparende Hallenbeheizung bereits aus anderen Projekten.

Der Entscheidung für die Infrarottechnologie von Kübler lag ein Ziel zugrunde: Der Gasverbrauch sollte gesenkt werden, so dass man auf die Investition in eine größere Tankanlage verzichten konnte. „Letztlich ist unser Platzbedarf so schnell gestiegen, dass wir beides gemacht haben“, sagt Gruseck. Ob die Energieeinsparungen die Erwartungen erfüllt haben? „Ja“, so Gruseck, „obwohl wir jetzt mehr Hallenfläche beheizen, ist der Flüssiggasverbrauch von 2008 bis 2012 von 800 t auf rund 530 t im Jahr geschrumpft.“

Zu den Einsparungen trägt bei Herrenknecht auch eine intelligente Steuerungstechnik bei. Das System Rossy von Kübler ist pro Halle für vier Heizzonen ausgelegt, die nach Bedarf gefahren werden – geheizt wird nur jene Hallenzone, in der gerade gearbeitet wird. Das System wurde durch das Modul Park-off ergänzt, um den Wärmeverlusten bei Verschattungen durch die Kräne entgegen zu wirken. Das spart bei Herrenknecht unnötigen Energieverlust, denn die Heizung heizt nur, wenn sie wirklich gebraucht wird. Ein- und Ausschaltzeiten sowie die Temperatur lassen sich für jede Zone punktgenau an den Bedarf anpassen.

Gleichmäßige Temperaturen

Ähnlich der Sonnenstrahlung erwärmen Infrarotstrahlen nur Körper und Gegenstände, auf die sie treffen. Die Konvektion ist bei den wirkungsgradoptimierten Infrarotsystemen von Kübler auf ein Minimum reduziert, und damit auch der Anteil an Warmluft, der ungenutzt unter die Hallendecke steigt. Das ist entscheidend für die Energieeffizienz bei der Beheizung hoher Räume! Die Energieeffizienz der Hallenheizungssysteme war auch für Michael Pfütze das Hauptargument. Berufsbedingt setzt er jedoch noch einen weiteren Schwerpunkt: „Allein die Sammelabgasanlage ist ein Vorteil, wenn wie 2009 in 22 m Deckenhöhe nur ein Dachdurchbruch benötigt wird.“ Auch in puncto Wartungsfreundlichkeit ist er überzeugt: „Wo wir zuvor zwei Mann-Wochen benötigt haben, brauchen wir jetzt wenige Tage.“ Zudem müssen die unter den Hallendecken montierten Infrarotheizungen nicht mehr demontiert werden, sobald die Hallennutzung sich ändert.

In den Hallen herrschen unabhängig von der Wetterlage gleichmäßige Temperaturen. Ohne Zugluft und ohne Staubaufwirbelungen. „Wenn ich an früher denke, da hat man vorne Schnupfen bekommen und sich hinten den Rücken verbrannt“, beschreibt ein Monteur die Erfahrungen vor der Heizungssanierung.

„Wir waren schon unsicher, ob die Abgasrohre auf die Dauer halten“, sagt Michael Pfütze. „Aber die Systeme laufen auch im sechsten Jahr einwandfrei.“ Und der Projektleiter von Kübler ergänzt: „Manche unserer Anlagen sind schon seit über 20 Jahren in Betrieb“. ms

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