Instandhaltung

120 Stunden ohne ERP

Der durchschnittliche Verfügungsgrad bei den ERP-Anwendungen im Mittelstand beträgt 95,8 Prozent. Das entspricht einer jährlichen Ausfallzeit von mindestens 120 Stunden, in denen die Benutzer die betriebswirtschaftlichen Funktionen nicht nutzen können. Jedoch sind häufig nicht die ERP-Lösungen selbst, sondern vor allem unzureichende personelle Ressourcen und Störungen der Verarbeitungssysteme dafür verantwortlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung des Karlsruher IT-Providers Orga unter über 400 mittelständischen ERP-Anwendern aller Branchen.

Im Ranking der Ursachen nehmen Ressourcenprobleme für die Pflege und Wartung der ERP-Anwendungen mit 59 Prozent die vorderste Position ein, gefolgt von Leistungsschwächen in den Verarbeitungssystemen (54 Prozent) und Auswirkungen durch die technische Realisierung anderer IT-Projekte. Erst an vierter Stelle platzieren die IT-Manager Instabilitäten der ERP-Systeme (41 Prozent), dahinter rangieren mit 37 Prozent fachliche Schwächen. Sicherheitsprobleme (8 Prozent) und Leistungsausfälle seitens externer Dienstleister (6 Prozent) spielen offenbar nur eine geringe Rolle bei den Ursachen. „Eine durchschnittliche Ausfallquote von rund vier Prozent erzeugt in hohem Maß Produktivitätseinbußen mit erheblichen wirtschaftliche Schäden, weil die Geschäftsprozesse immer wieder empfindlich gestört werden“, urteilt Gerhard Schoch, Hauptgeschäftsführer der Karlsruher. Die Erhebung zeige, welche enormen Einflüsse die Betriebsbedingungen mit ihren personellen Ressourcen und der technischen Infrastruktur auf die Verfügbarkeit der ERP-Anwendungen haben. „Deshalb besteht auch im Mittelstand eine unverändert hohe Bereitschaft, Outsourcing-Leistungen einzukaufen. Dadurch befreien sich die Unternehmen von internen Restriktionen und bekommen vom Dienstleister die erforderliche Verfügbarkeit vertraglich garantiert.“sg

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