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Artikel und Hintergründe zum Thema

Befragung

Andreas Mühlbauer,

Herausforderungen in der Instandhaltung

In Zusammenarbeit mit Contact Software hat das Fraunhofer IPK Experten aus der Industrie zur Instandhaltung befragt. Die Ergebnisse zeigen Herausforderungen und Potenziale.

Eine zentrale Plattform erleichtert den Zugriff auf relevante Informationen für eine Maßnahme, unterstützt mit einem mobilen Gerät. © Contact Software

Ungeplante Ausfallzeiten für die Instandhaltung sind teuer: 2022 beliefen sich die geschätzten Kosten allein bei den Fortune-Global-500-Industrieunternehmen auf fast 1,5 Billionen US-Dollar. Um die Herausforderungen der Unternehmen zu verstehen und digitale Technologien als mögliche Lösungsansätze zu bewerten, befragten das Fraunhofer IPK und Contact Software Experten aus der Instandhaltungsbranche.

Als zentrale Herausforderungen stellten sich dabei der Mangel an qualifizierten Fachkräften, die Suche nach Informationen sowie die Verfügbarkeit von Ersatzteilen heraus. Darüber hinaus verdeutlicht die Umfrage, wie wichtig die Planbarkeit von Ausfällen durch Instandhaltungsmaßnahmen ist. Digitale Lösungen wie IoT-Plattformen und digitale Zwillinge unterstützen dabei, indem sie den Maschinenzustand mit Sensoren überwachen und mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) analysieren. So können Unternehmen präventiv warten (Predictive Maintenance) statt ausfallbedingt und damit Kosten reduzieren, die durch ungeplante Stillstände entstehen. Bisher wird der digitale Zwilling laut den Befragten aber eher selten genutzt.

Mitarbeiter bei der Qualifikation unterstützen

Um Fachpersonal anzulernen, zählen Schulungen und Weiterbildungen nach wie vor zu den häufigsten Qualifizierungsmaßnahmen. Der Einsatz digitaler Assistenzsysteme bietet vielversprechende Möglichkeiten, Serviceteams und auch weniger qualifizierte Mitarbeitende in der Instandhaltung gezielt zu unterstützen. Technologien wie Augmented Reality (AR) oder Virtual Reality (VR) haben hierbei großes Potenzial, werden aber derzeit nur von wenigen Unternehmen eingesetzt.

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Mitarbeitende in der Instandhaltung haben einen überdurchschnittlich hohen Bedarf an Informationen, zum Beispiel über die betroffenen Ersatzteile. Die Umfrage verdeutlicht, dass im Maschinenbau ein Teil der Daten bereits digital verfügbar ist, während im Fahrzeugbau Informationen wie Dokumente eher analog vorliegen. Eine gut strukturierte Datenbasis steigert die die Qualität und kann die Anzahl der Suchanfragen deutlich verringern – insbesondere, wenn die Informationen digital erfasst und aufbereitet sind.

Die Expertenbefragung, die diesen Ergebnissen zugrunde liegt, umfasste 22 Fragen und fand von Mitte Februar bis Ende Juni 2024 statt. Die Teilnehmenden stammen überwiegend aus der Automobilbranche sowie der Metallverarbeitung und sind in Bereichen wie strategischer Planung, operativer Einsatzplanung oder praktischen Durchführung tätig.

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