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Artikel und Hintergründe zum Thema

Hochleistungsaufzüge

Kohlenstofffaserstränge ersetzen Stahlseile

Kone installiert im weltweit ersten Gebäude, das die magische Marke von 1 km Höhe erreicht, die höchsten Aufzüge, die je gebaut wurden: Die Doppeldeckeranlagen im 1.007 m hohen Kingdom Tower werden die noch nie dagewesene Förderhöhe von 660 m erreichen. Möglich wird das durch die von Kone entwickelten Antriebsriemen, die herkömmliche Stahlseile ersetzen. Die sieben zweistöckigen Aufzüge werden mit einer maximalen Geschwindigkeit von mehr als 10 m/s (36 km/h) die weltweit schnellsten Anlagen dieses Typus sein. Die Hannoveraner werden im Kingdom Tower insgesamt 65 Aufzüge und Rolltreppen installieren.

Der voraussichtlich bis 2018 fertiggestellte Wolkenkratzer Kingdom Tower in Dschidda, Saudi-Arabien, wird das erste Gebäude der Welt sein, das eine Höhe von über 1 km erreicht. © Adrian Smith + Gordon Gill Architecture

Der voraussichtlich bis 2018 fertiggestellte Wolkenkratzer in Dschidda, Saudi-Arabien, wird das erste Gebäude der Welt sein, das eine Höhe von über 1 km erreicht. Der bisherige Rekordhalter, der Burj Khalifa in Dubai, kommt auf "nur" 828 m. Der Kingdom Tower markiert damit den Beginn einer neuen Ära des Hochhausbaus.

Wahrlich gigantisch: Details des Projektes

Der Kingdom Tower, mit dessen Bau 2013 begonnen wurde, wird auf 167 Etagen und 258.000 m2 Geschossfläche Raum für Büros, Wohnungen, ein Hotel und eine Aussichtsplattform bieten. Er ist das Herzstück des Bauvorhabens Kingdom City an der Küste des Roten Meeres, das sich über 530.000 m2 erstreckt.

Die verkehrstechnische Erschließung liegt in den Händen der niedersächsischen Aufzugspezialisten: Kone wird den Kingdom Tower mit 57 Aufzügen und acht Rolltreppen sowie modernsten Systemen zur Optimierung des Personenflusses ausstatten.

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"Wir sind von den innovativen Kone Lösungen für Hochhäuser stark beeindruckt. Sie sind ein Grundstein, um ein Projekt dieser Größe zu entwickeln", betonte Mounib Hammoud, CEO der Jeddah Economic Company.

Kones Auftraggeber ist der Projektentwickler und spätere Eigentümer, die Jeddah Economic Company. Der Bau liegt in den Händen der Saudi Bin Laden Group. Die Architektur stammt vom Büro Adrian Smith + Gordon Gill Architecture (AS+GG).

Revolutionäre Aufzugtechnik ermöglicht Gebäude von morgen

Für den Antrieb der sieben Doppeldeckerkabinen werden keine herkömmlichen Stahlseile mehr verwendet, sondern der von Kone Mitte 2013 vorgestellte Ultrarope. Dieser besteht aus Kohlenstofffasersträngen, die mit Kunststoff ummantelt sind. Damit ist der Ultrarope deutlich belastbarer und leichter als ein Stahlseil. Bei gleicher Zugfestigkeit wiegt er 80 (!) Prozent weniger.

Das führt nicht nur zu deutlichen Energieeinsparungen im Betrieb, sondern schafft auch erst die Voraussetzung, die maximal mögliche Förderhöhe eines Aufzugs von bislang knapp 500 m auf etwa 1.000 m zu verdoppeln. Bislang wäre das am Eigengewicht der Stahlseile gescheitert - weshalb Nutzer im Burj Khalifa nach rund 500 m Förderhöhe umsteigen müssen.

Damit zeigt der Kingdom Tower die Möglichkeiten auf, die der Kone UltraRope Bauherren, Architekten und Planern bei der Gestaltung und Erschließung extrem hoher Gebäude eröffnet.

Intelligente Lösungen für den Personenfluss

Über Aufzüge und Rolltreppen hinaus stattet Kone den Kingdom Tower mit umfangreichen Einrichtungen für einen reibungslosen Personenfluss aus. Zu diesen Kone People Flow Intelligence-Lösungen gehören die Zielwahlsteuerung zur Verkürzung der Reisezeiten, Bildschirmsysteme in den Kabinen für Werbung und Information, das E-Link-System zur Überwachung und Steuerung der Anlagen in Echtzeit und schließlich ein spezielles Rettungskonzept.

Die Anlagen werden nach Fertigstellung mindestens zehn Jahre von Kone gewartet. kf

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