Zuführsysteme
Kamerageführte Robotersysteme sorgen für Präzision
Die Teilezuführung erweist sich bei automatisierten Prozessen oftmals als Schlüsselkomponente. Stockt der Nachschub, ist es um die Produktivität von Automationszellen schlecht bestellt. Immer mehr Anwender favorisieren daher möglichst einfache, zuverlässige, aber dennoch schnelle und hochflexible Zuführsysteme. Lesen Sie, wie eine wie solche Zuführlösungen in der Praxis aussehen kann.
Der Zuführspezialist rbc-robotics aus Bad Camberg hat sich auf den Bau von Zuführsystemen spezialisiert. „Unser Spezialgebiet sind kamerageführte Robotersysteme, die wir für die chaotische Teilezuführung einsetzen. Bei unseren Komplettsystemen handelt es sich um kundenspezifische Lösungen, die wir auf Basis bewährter Standardkomponenten realisieren“, verrät Stefan Becker, Geschäftsführer rbc-robotics.
Die Hessen sehen sich als Marktführer für standardisierte Zuführsysteme mit integrierten Visionsystemen. Ein Blick auf die Produktpalette des Anbieters unterstreicht diese Einschätzung. Mit insgesamt acht unterschiedlichen, standardisierten Anlagenkonzepten deckt rbc-robotics nahezu das komplette Spektrum an Zuführaufgaben ab. Ob Kleinteile mit einem Gewicht von wenigen Gramm oder Bauteile mit Abmessungen von 800 x 1.200 Millimetern und Gewichten bis 20 Kilogramm – bei rbc findet sich für jede Applikation die passende Lösung.
„So unterschiedlich unsere Anlagen von der kleinen MiniFlex bis hin zu unserem PalletPicker auch sein mögen, sie folgen alle der gleichen Philosophie. Die Verwendung zuverlässiger und gleichzeitig innovativer Schlüsselkomponenten wie Roboter, Bildverarbeitung und Feeder, eine grundsolide, mechanische Ausführung der Anlage sowie eine anwenderfreundliche Bedienoberfläche bringen ein Maximum an Flexibilität, Output und Verfügbarkeit in unsere Zuführsysteme“, so Becker.

Sechsachser im Outdooreinsatz
Der Messroboter Stäubli TX200 dreht auf dem Dach des John Deere European Technology Innovation Center unbeirrt seine Kreise – sommers wie winters, bei Regen, Hitze, Kälte oder Schneefall.
Vom Feinsten: Roboter, Bildverarbeitung und Feeder
Eine gerade im Kundenauftrag in Bad Camberg fertig gestellte Anlage des Typs AnyFeeder verdeutlicht, wie solche Zuführlösungen in der Praxis aussehen. Herzstück dieser Anlage ist ein Stäubli Sechsachser TX90, der für die Handhabung der Teile zuständig ist. Die Vorsortierung der Teile erfolgt über einen Anyfeeder SX240, während die Erkennung der Bauteile über das Bildverarbeitungssystem PickVision realisiert wird. Aus diesen Zutaten kombiniert rbc ein hochflexibles Zuführsystem, das sich schnell und einfach auf verschiedene Teilevarianten umstellen lässt und für ein breites Spektrum an Aufgabenstellungen erste Wahl ist.
Um die Taktzeiten möglichst kurz zu halten, setzt rbc bei dieser Anwendung auf den Einsatz von zwei Feedern, die auf der linken und rechten Zellenseite hinter dem zentral angeordneten Roboter positioniert sind. „Natürlich können wir durch den Einsatz von zwei Feedern die Taktzeiten nicht halbieren, denn diese sind in erster Linie durch die Geschwindigkeit des Roboters bestimmt. Aber wir können dem Roboter permanent Teile in 2D-Orientierung zum Abgreifen zur Verfügung stellen, so dass der Sechsachser unterbrechungsfrei auf ein Band eines Feeders zugreifen kann, während der Feeder auf der anderen Seite gerade neue Teile ausrichtet“, so Becker.
Taktzeitoptimierte Anlage
Um Anlagen dieser Art auf Höchstleistung zu trimmen, greifen die Zuführspezialisten immer öfter auf Roboter aus dem Hause Stäubli zurück. Ausschlaggebend dafür sind zwei Aspekte: die Steuerung und die Mechanik der TX-Baureihe. Gerade bei der Teilezuführung sind Faktoren wie Geschwindigkeit und Präzision gleichermaßen gefragt. Hier punktet der TX90 dank hoher Steifigkeit und der direktangetriebenen JCM®-Getriebemotoren mit enormen Beschleunigungswerten in allen Achsen.
„Der Roboter ist nicht nur ultraschnell, er überzeugt auch mit Präzision. Zudem ermöglicht der Sechsachser durch seine kompakte Bauweise ein platzsparendes Anlagenlayout und kann dank großer Reichweite problemlos auf beide Feeder zugreifen“, so Becker. Auch mit dem Stäubli Controller CS8C hat man bei rbc nur gute Erfahrungen gemacht. Dabei sind es vor allem die einfache Programmierung und die Offenheit der Steuerung, die überzeugen.
Einfache Bedienung für schnelles Umrüsten
rbc setzt für die Erfassung und Übermittlung der Koordinaten der Zuführteile an den Roboter auf das 2D-Bildverarbeitungssystem PickVision. Neben der Performance dieser BV-Lösung ist es vor allem die leichte Bedienbarkeit, die der hessische Anlagenbauer schätzt. Die Zuführsysteme sind auf maximale Verfügbarkeit getrimmt und dazu gehört auch eine einfache Bedienung, die es dem Anwender ermöglicht, jederzeit Neuteile schnell, unkompliziert und ohne Programmierkenntnisse einzulernen.
Hunderte von Zuführanlagen hat rbc-robotics seit der Firmengründung im Jahre 1996 realisiert. Mit der Strategie, ausschließlich die besten am Markt verfügbaren Komponenten einzusetzen, ist man dabei stets gut gefahren: „Für die Gesamtverfügbarkeit einer Anlage ist jede Einzelkomponente entscheidend. Dank unserer Qualitätsphilosophie erreichen wir hohen Output, uneingeschränkte Prozesssicherheit und überdurchschnittliche Verfügbarkeit – genau das schätzen unsere Kunden“, resümiert Stefan Becker. kf











