Industriekommunikation

Überhitzung von Bauteilen

Für die Verwendung von Kunststoffen in der Elektroindustrie ist die Glühdraht-Prüfung eine der wichtigsten brandtechnischen Untersuchungen. Sie simuliert die Überhitzung von Drähten oder Bauteilen wie z.B. Widerständen oder Kondensatoren. Bei dieser Prüfung wird mittels eines glühenden Drahtes der auf einen Prüfling aus Kunststoff drückt das Flammverhalten ermittelt. Das Ergebnis geht dann als charakteristischer Kennwert in die Eigenschaft des Kunststoffes ein. Es gibt zwei in der EN 60695-2 normierte Prüfmethoden zur Glühdraht-Prüfung: Zum ersten der GWFI Glow-Wire-Flammability-Index, bei dem die sogenannte Entflammbarkeitszahl ermittelt wird. Aus dieser Kennzahl wird abgeleitet inwiefern eine Flamme erlöscht, wenn dem Material nach Andrücken des Glühdrahts diese Zündquelle wieder entzogen wird, sowie parallel auch keine brandgefährdenden Teilchen (z.B. Tropfen) absondert. Die zweite Prüfmethode ist der GWIT Glow-Wire-Ignition-Temperature. Hier wird die Entzündungstemperatur ermittelt. Sie besteht aus der höchsten Temperatur, die während drei aufeinander folgenden Prüfungen keine Entzündung durch den glühenden Draht verursacht.

Für diese beiden Versuchsarten des Glühdrahtversuchs an Kunststoffen und Bauteilen hat Zwick das halbautomatische Prüfsystem Robo Test X entwickelt. Hier können Kunststoffproben mit einem Durchmesser bis zu 80 Millimeter und einer Dicke von 0,4 bis 4 Millimeter in eine Halterung eingespannt und mit Hilfe eines Glühdrahtes getestet werden. Die Messung der Temperatur erfolgt standardmäßig über ein Thermoelement das direkt in der Spitze des Glühdrahtes misst. Optional ist die berührungslose Messung über einen optischen Temperatur-Sensor möglich. st

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