Rückverfolgbarkeitslösungen

Andreas Mühlbauer,

Fälschungen von Wälzlagern verhindern

Seit einigen Jahren tauchen auf dem Wälzlagermarkt immer wieder Fälschungen auf, und das kann verheerende Folgen haben.

Die Lasermarkierung verhindert Fälschungen von Wälzlagern. © SIC Marking

Laut Angaben der World Bearing Association stehen nicht weniger als 5,4 Millionen Arbeitsplätze auf dem Spiel; darüber hinaus könnte der Weltwirtschaft ein Schaden von bis zu 36 Milliarden Euro entstehen.
 
Diese alarmierenden Zahlen veranlassen die großen Wälzlagerhersteller weltweit dazu, ihre Bauteile entsprechend zu kennzeichnen. Einerseits soll damit die interne Rückverfolgbarkeit verbessert und die spätere Wartung erleichtert werden. Andererseits geht es den Unternehmen auch und vor allem darum, ihre Corporate Identity über unverwechselbare und ästhetisch ansprechende Markierungen zu stärken.

Vielfältige Anforderungen an die Kennzeichnung

Jedes Jahr werden für die unterschiedlichsten Branchen Millionen von Lagern hergestellt. Als Beispiele seien hier nur die Automobil- und Luftfahrtindustrie oder auch die Energie- und Medizinbranche genannt. Aufgrund ihres großen Einsatzspektrums sind die Lager dabei kein Einheitsprodukt, sondern bestehen aus diversen Werkstoffen (Stahl, Keramik oder anderen behandelten Metallen). Außerdem werden sie in verschiedenen Abmessungen (mit größeren oder kleineren Durchmessern und in unterschiedlichen Breiten) gefertigt. Dabei sollten möglichst viele Lagertypen idealerweise mit einem Markiersystem gekennzeichnet werden können.

Auch die Kennzeichnungen selbst sind nicht immer gleich. Auf die Lager muss eine Vielzahl von Informationen aufgebracht werden. Diese reichen von alphanumerischen Zeichenfolgen zur Produktion oder zum Produkt (Herstellungsort oder -datum) bis hin zu Datamatrix-Codes oder Logos. Alle Kennzeichnungen müssen dabei kontrastreich, gut leserlich und beständig sein. Letzteres gilt insbesondere dann, wenn die Lager starken mechanischen oder thermischen Belastungen ausgesetzt sind.

Doch das ist noch nicht alles. Eine Markierlösung muss sich auch für die Kennzeichnung unterschiedlich geformter Teile eignen. Da Lager unter anderem aus einem Außen- und einem Innenring bestehen, werden üblicherweise beide markiert. Und diese Ringe weisen sowohl flache als auch kreisförmige, konkave und konvexe Bereiche auf. Darüber hinaus müssen in der Produktion der Lager manchmal Taktzeiten von nur einer Sekunde eingehalten werden.

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Lasermarkiersysteme, eine hochmoderne Technologie

SIC Marking, spezialisiert auf Lösungen zur industriellen Markierung und Rückverfolgung, entwickelt seit über 30 Jahren Markierlösungen, die den in der Industrie geltenden hohen Anforderungen gewachsen sind. Aufgrund dieser langjährigen Erfahrung kann die französische Unternehmensgruppe heute eine große Auswahl an hochmodernen Lasermarkiersystemen sowie zahlreiche automatische Erkennungssysteme zum Auslesen von Datamatrix-Codes anbieten.

Besonders geeignet für die Kennzeichnung von Kugellagern sind die integrierbaren Laserköpfe von SIC Marking. Der Untergrund spielt für diese Systeme keine Rolle. Sie eignen sich gleichermaßen für die Beschriftung von Kunststoff wie für die Kennzeichnung von Keramik oder Hartmetallen und liefern stets klare und dauerhafte Ergebnisse. Verschiedene optional erhältliche Funktionen wie die 3D-Markierung und der Autofokus tragen zusätzlich dazu bei, dass auf allen Lageroberflächen (Außen- oder Innenring) ein perfektes Schriftbild erreicht werden kann.

Abgerundet wird das Angebot von SIC Marking durch die drei Beschriftungslaser L-BOX, XL-BOX und XXL-BOX. Diese können in jede Produktionslinie integriert, aber ebenso gut auch als eigenständige Markierstation verwendet werden. Dabei spielt die Größe der Produktionsserie keine Rolle. Bei Bedarf können die Abmessungen der Markiersysteme an die bestehenden Anlagen angepasst werden. Außerdem lassen sich die Stationen auf Wunsch um Zusatzgeräte oder zusätzliche Achsen (Z-Achse, Drehachse) erweitern.

Weltweit individueller Support

Doch SIC Marking überzeugt nicht nur durch die hohe Qualität seiner Produkte. Eine weitere Stärke des Unternehmens ist seine Kundenorientierung. Stets haben die 300 Mitarbeiter die Bedürfnisse der Kunden im Blick und können ihnen so maßgeschneiderte Lösungen anbieten.

SIC Marking verfügt in Europa, Amerika und Asien über drei Kompetenzzentren. Dadurch können, ausgehend von den jeweiligen Gegebenheiten vor Ort, genau die Lösungen entwickelt werden, die der Kunde braucht. Häufig müssen mehrere Standorte und unterschiedliche Fertigungsbereiche beliefert werden, wobei verschiedene Produktionsleiter involviert sind. Dann reist das Team an und verschafft sich selbst einen Überblick darüber, wie die Platzverhältnisse sind, welche Technologien für das Teilehandling zur Verfügung stehen und welche Umweltauflagen zu berücksichtigen sind. Gerade diese Flexibilität und Umsichtigkeit schätzen mittlere Unternehmen ebenso wie internationale Großkonzerne und genau deshalb setzen sie auf die Produkte von SIC Marking.

Bei einem großen schwedischen Kugellagerhersteller mit Niederlassung in Deutschland konnte SIC Marking die Qualität seiner Produkte unter Beweis stellen. Das schwedische Unternehmen wollte Stahllager mit einem Durchmesser von 150 bis 600 mm mit einer alphanumerischen Zahlenfolge und einem Datamatrix-Code kennzeichnen. Dabei sollte sich die Markierlösung nicht nur für Teile unterschiedlicher Größe eignen, sondern auch direkt in die Produktionslinie integriert werden können. Zudem sollte das Gerät die Lager an zwei Stellen gleichzeitig markieren und Datamatrix-Codes auslesen können.

Dank seiner langjährigen Erfahrung konnte SIC Marking dem Kunden eine maßgeschneiderte Lasermarkierlösung anbieten. Ausgestattet ist diese mit einem IPG 50W-Laser für die Beschriftung der Lagerstirnflächen und einem automatisch über zwei Achsen gesteuerten IPG 3D-Laser zur Kennzeichnung des Außenumfangs zylindrischer Werkstücke. Außerdem verfügt das Lasermarkiersystem über ein Lesegerät, mit dem sich die aufgebrachten Kennzeichnungen sofort überprüfen lassen. Aufgrund des integrierten Förderbands lässt sich die Markierstation schließlich leicht in jede Produktionslinie einbauen.

SIC Marking überzeugte mit einer perfekt auf die Kundenbedürfnisse abgestimmten Lösung. Auch die gute Zusammenarbeit, die engagierte Unterstützung durch die deutsche Niederlassung und eine groß angelegte Testreihe unter Einbeziehung fachkundiger Laser-Spezialisten sprachen für das Gerät von SIC Marking.

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