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Finanzieren unter Basel II

Nach einer Umfrage der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unter mehr als 6.000 Unternehmen beklagt jetzt jedes dritte mittelständische und Großunternehmen, die Kreditaufnahme sei schwieriger geworden. Der häufigste Ablehnungsgrund (rund 50 Prozent) von Kreditanträgen ist laut KfW-Umfrage: die ,,Geschäftspolitik der Bank". Dadurch gewinnt Leasing weiter an Bedeutung. Die zunehmende Integration von Service und Versicherung in das Leasing-Paket sorgen für zusätzliche Attraktivität. Kein Wunder, dass bei einer ähnlichen Umfrage der Creditreform zwei von drei befragten Unternehmen Leasing als wichtigste alternative Finanzierungsmöglichkeit bezeichneten.

Vor allem das Stichwort ,,Basel II" sorgt für Aufregung, zum Teil aber auch für Verwirrung. Das Abkommen mit der harmlos klingenden Bezeichnung hat es allerdings in der Tat in sich. ,,Voraussichtlich ab 2005 werden Kreditinstitute ... die Risiken bei der Kreditvergabe differenzierter als bisher berücksichtigen müssen", formuliert das Bundeswirtschaftsministerium in einer Broschüre vorsichtig die Konsequenzen. Besonders für Branchen, die als risikobehaftet gelten, wie Handel, Textil- und Möbelindustrie, Baugewerbe, aber auch für junge Unternehmen und Existenzgründer werden Kredite dann schnell unerschwinglich.

Das renommierte Münchener ifo-Institut sieht allerdings noch einen anderen Aspekt: Das Ziel der Banken sei es, ,,im Windschatten der Baseler Beschlüsse ihr Kreditgeschäft deutlich rentabler zu gestalten. Es wird daher einerseits zur Verweigerung von Krediten und andererseits zu einer stärkeren Spreizung der Konditionen kommen." Das betrifft auch Unternehmen, die keiner risikobehafteten Branche angehören.

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Leasing-Gesellschaften wie die BLG Bizerba Leasing sind dagegen keine Banken im aufsichtsrechtlichen Sinne. Sie müssen sich zwar selbst über Banken refinanzieren (und werden deshalb in dem einen oder anderen Fall stärker auf Risiken achten). Sie sind aber auch künftig nicht gezwungen, ihre Kunden nach den strengen Basel-II-Spielregeln zu bewerten. Eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Lösung ist es aus der Sicht der Unternehmen deshalb einmal mehr, Investitionsgüter nicht zu kaufen, sondern sie zu leasen. Denn für die Unternehmen kommt es nicht auf den Besitz von Geräten, Anlagen und Software an, sondern lediglich auf ihre effizienz- und ertragsteigernde Nutzung.

Als besonders vorteilhaft erweist sich dabei immer mehr, nicht nur die eigentlichen Geräte und Anlagen zu leasen, sondern notwendige Service-Leistungen oder Geräte-Versicherungen von Beginn an in den Leasingvertrag zu integrieren. Auf diese Weise ergibt sich für die gesamte Leasinglaufzeit eine feste monatliche Leasingrate, die alle Kosten rund um das Gerät abdeckt. Für die Unternehmen bedeutet das: optimaler Schutz vor bösen Überraschungen und nicht geplanten Ersatzinvestitionen. Bei der Entscheidung für den richtigen Leasingpartner sollten Unternehmen deshalb nicht nur die reinen Leasingkonditionen im Auge behalten, sondern auch prüfen, welche weitergehenden Service-Angebote in einen Leasingvertrag integriert werden können.

Aufgrund der 100-%igen Fremdfinanzierung bleibt beim Leasing darüber hinaus Kapital im Unternehmen und steht für andere Investitionen zur Verfügung, beispielsweise für Forschung und Entwicklung oder für verkaufsfördernde Maßnahmen. Leasingraten sind ferner in voller Höhe steuerlich absetzbar, da sie als Betriebsausgaben gelten. Angenehmer Nebeneffekt: Geleaste Maschinen oder Computer werden nicht in der Unternehmensbilanz aktiviert. Das verbessert die Bilanzrelationen und in der Folge auch die Risikobewertung durch die Banken. Und je besser diese Bewertung ausfällt, desto leichter kommen Unternehmen zusätzlich an klassische Kredite, gerade auch in Hinblick auf ,,Basel II".dr

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