Supraleiter

Das lässt sich schwebend handhaben

Supraleiter-Technologie. Drei Konzepte für den industriellen Einsatz der Supraleiter-Technologie zeigt Festo: beispielsweise werden schwebende Schlitten hochdynamisch bewegt oder ein schwebendes Rüttelsystem mit Neigemöglichkeit wird realisiert.

Rüttelvorgänge, wie sie bei Vibrationsförderern angewendet werden, lassen sich beim Suprashaker leiser und effizienter vornehmen. (Bild: Festo)

Supraleiter sind Materialien, die unterhalb einer bestimmten Temperatur das Feld eines Permanentmagneten in einem definierten Abstand speichern können. Mit diesem Effekt lassen sich Objekte berührungslos lagern und bewegen. Es gibt unterschiedliche Konzepte für die Automatisierung: Für das Transportieren in Raumlagen, das Übergeben von schwebenden Objekten, das Handhaben bei räumlicher Trennung und dafür, schwebende Objekte zu wechseln und in Bewegung zu versetzen.

Festo präsentiert nun drei neue Anwendungsmöglichkeiten von Supramotion: Supradrive zeigt, wie ein schwebender Transportschlitten hochdynamisch verfahren und genau positioniert werden kann. Je drei Kryostate mit Supraleitern auf beiden Seiten der Verfahrstrecke lassen ihn einige Millimeter über der Oberfläche schweben. Für die Bewegung und Positionierung sorgt der Antrieb aus dem Multi-Carrier-System von Festo, der zwischen den Kryostaten verbaut ist. Da alle Antriebskomponenten unter einer Abdeckung verbaut werden können, lässt sich das System einfach reinigen, sogar ohne den Transportvorgang zu unterbrechen. Anwendung kann das Konzept in der Laborautomation, der Medizintechnik, der Nahrungsmittel- oder Pharmabranche oder Verpackungstechnik finden.

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Die Kombination unterschiedlicher Transportsysteme mit der Supraleiter-Technologie demonstriert Supraloop. Verbaut sind auf einem Rundkurs drei unterschiedliche Transportsysteme: ein klassisches Förderband, das Multi-Carrier-System sowie ein Supramotion-System. Mehrere Carrier (Wagen) werden auf dem Supraloop transportiert.

Über Abtrennungen und Wände hinweg
Die Magnetisierung an ihrer Unterseite dient sowohl für die Magnetkopplung mit dem berührungslosen Antrieb des Multi-Carrier-Systems als auch für den Schwebeeffekt beim Supramotion-System. Über eine Weiche kann ein Carrier vom Förderband auf den Kryostaten mit Supraleitern umgesetzt und dann an diesen gekoppelt schwebend verfahren werden – auch über Abtrennungen und Wände hinweg. Eine mögliche Anwendung wäre eine Auskopplung einzelner Transportschlitten aus einem Bearbeitungsprozess, um mit ihnen berührungslos in einen Reinraum einzufahren oder die darauf befindlichen Objekte in einem abgeschlossenen Bereich mit Gasen oder Flüssigkeiten zu bearbeiten.

Beim Suprashaker schwebt eine Platte über einem Kryostaten mit Supraleitern. Ein Elektromotor mit Exzenter versetzt sie über eine Magnetkopplung in eine Rüttelbewegung. Zusätzlich kann sie über eine magnetische Kraftfeldübertragung in jede beliebige Richtung geneigt werden. Der Schwebespalt zwischen der Platte und dem Automatisierungssystem sorgt für eine mechanische Trennung von Werkzeug und Maschine und verhindert, dass sich die Schwingungen auf die gesamte Anlage übertragen. Rüttelvorgänge, wie sie bei Vibrationsförderern angewendet werden, ließen sich so leiser und effizienter vornehmen. Die Platte kann einfach ausgetauscht und gereinigt werden. as

Halle 15, Stand D11

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