Handhabungstechnik

Fliegender Wechsel

Mikromontagezelle MicRohCell mit Wechselplattenkonzept MicRohFlex
Ganz einfach: Die neue MicRohFlex-Montageplatte einsetzen und mit der nächsten Produktion beginnen. (Foto: Rohwedder)
Der Markt der Mikrosystemtechnik ist in den vergangenen Jahren stetig angewachsen. Rohwedder stellt ein Konzept für die wirtschaftliche Montage kleiner, präziser Produkte oder Baugruppen vor.

Insbesondere auf den Gebieten der Elektronik, der Optik und der Optoelektronik sind hohe Steigerungsraten zu verzeichnen, die unter anderem auch in der Medizintechnik zunehmend Anwendung finden. Die hohe Dynamik des Marktes führt zu immer kürzeren Produkt- und Innovationszyklen, zunehmenden Produktvarianten, weiterer Miniaturisierung bei gleichzeitiger Erhöhung der Funktionsdichte – bei uneingeschränkten Anforderungen an Produktqualität und Wirtschaftlichkeit. Sind diese Anforderungen wirtschaftlich noch beherrschbar?

Rohwedder hat die Antwort auf diese Frage gegeben – aus einer einfachen Grundidee: Durch den Wechsel der produktspezifischen Montageplatte für Produkt A durch eine weitere Platte für das Produkt B kann der Montageautomat MicRohCell für unterschiedliche Montageaufgaben genutzt werden. Der Wechsel der Platte erfolgt in wenigen Minuten und damit bei nahezu laufender Produktion.

Die Montageaufgaben in der kompakten MicRohCell übernimmt ein präzises XY-Portalsystem mit Linearantrieben. Damit lassen sich in einem frei gestaltbaren Arbeitsraum von 510 mal 450 mal 80 Millimeter Punkte mit einer Positioniergenauigkeit von plus/minus zwei Mikrometer exakt anfahren. Durch die integrierte Bahnsteuerung ist zum Beispiel ein Kleberauftrag auch im 3D-Bereich möglich.
Bei der Konzeptfindung wurde der Fokus auf die Modularität und damit auf die Wiederverwendbarkeit aller Komponenten gelegt. Die produktspezifische Montageplatte MicRohFlex kann mit einzelnen, standardisierten Prozessmodulen, etwa dem Kamerasystem, dem Dipmodul oder dem Greiferwechselmodul ausgerüstet werden. Alle Module sind bereits im täglichen Einsatz erprobt und lassen sich durch standardisierte Schnittstellen einfach integrieren.

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Durch die Modularität lässt das Konzept eine dem Stückzahlverlauf angepasste Investition zu. Beginnend mit einer einzelnen, mit unterschiedlichen Prozessmodulen ausgerüsteten MicRohCell kann durch Doppelung der Zelle oder Verteilung der Arbeitsinhalte auf mehrere Zellen die Investition stufenweise erfolgen. Bei sinkenden Stückzahlen können die MicRoCell und ihre Prozessmodule für neue Produktgenerationen wiederverwendet werden. Die Montagezelle lässt sich außerdem auch in Verbindung mit manuellen Prozessen kombinieren. Insbesondere dann, wenn sich einzelne Prozesse nicht wirtschaftlich automatisieren lassen. Dies geschieht zum Beispiel durch die Verwendung eines Drehtellers mit produktspezifischer Vorrichtung. Nach dem erfolgten manuellen Prozess durch den Operator werden weitere Montageschritte durch das XY-Portalsystem mit entsprechend ausgerüsteten Greifern erledigt. PR/pb

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