Handhabungstechnik

In der goldenen Mitte

zwischen Industrieroboter und hartem Muskeleinsatz lassen sich die handgeführten Manipulatoren wohl zutreffend einordnen. Sie haben sich prächtig etabliert, weil sie zu großen Hebeleistungen befähigt sind, aber für die Handhabung nicht programmiert werden müssen. Der Mensch ist mit seinen Sinnen einbezogen. Er lenkt das Heben und wendet nur kleine Kräfte für das Bewegen auf.

Mit dem dargestellten Gerät werden Hohlkörper aus Kupfer- oder Edelstahlblech an verschiedene Bearbeitungsstationen zum Fügen, Bördeln, Lochen, Schweißen und Prüfen gebracht. Das machte die Integration von zwei Handachsen zum Neigen und Drehen des Greifobjektes erforderlich, um den verschiedenen Ausrichtungen der Raumachsen an den Arbeitsstationen entsprechen zu können. Diese Funktionen werden pneumatisch über eine Zweihandsteuerung ausgeführt. Der Bediener muss in keiner Situation das Objekt anfassen. Das ist sehr wichtig, weil der rohe Hohlkörper nicht gratfrei und für die Hände höchst gefährlich ist, selbst wenn Handschuhe getragen werden. Als Greiforgan hat man Vakuumsauger eingesetzt. Ein handgeführter Manipulator kann in einer solchen Anwendung wohl als optimale Technisierung betrachtet werden.

Der Einsatzfall ist einer von vielen, die vom Hersteller bereits einer Lösung zugeführt werden konnten. Die Wahrscheinlichkeit ist somit hoch, dass auch Ihr Rationalisierungsfall schon einmal erfolgreich gelöst wurde. Am besten ist, wenn Sie einmal in seinem „Musterbuch“ nachschauen. Beratung ist oft die halbe Lösung.he

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