zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

Handhabungstechnik

Erstaunliche Möglichkeiten

Kombinationsmodule haben viele Vorteile
Bild 4: Modul mit Kettenführungsgetriebe und 200 bis 400 Millimeter Hub für Pick & Place unterhalb schiebend ohne Drehungen.
Mit Kombinationsmodulen sind wesentlich höhere Taktzahlen möglich. Der Unterschied liegt im Bewegungsablauf. Herkömmliche Einzelmodule haben sechs Beschleunigungs- und Verzögerungsphasen, Kombinationsmodule nur zwei während eines Pick-and-Place-Vorgangs. Die Erfinder zeigen, dass sich mit einem Grundmodul fast alle Markterfordernisse lösen lassen.

Das Ingenieurbüro Maul-Konstruktionen in Aachen beschreitet in der Handhabungstechnik einen neuen Weg und zeigt, dass Kettenführungsgetriebe für Handhabungsaufgaben alle Kombinationen von Bewegungen ermöglichen und zusätzlich einen sehr großen Verstellbereich haben.

Ausgehend von Kettengetrieben, die aus sieben Kettenrädern und einer Rollenkette bestehen, wird ein Punkt auf einem Kettenglied in der Ebene auf einer für Handhabungsmodule besonders günstigen viereckigen Bahn geführt. Der Antrieb erfolgt an einem Kettenrad, das oszillierend gedreht wird. Ein Rollenbolzen eines Kettengliedes vollführt die Bewegungsbahn. Das Kettengetriebe kann horizontal ineinandergeschoben werden. Die Kettenlänge ändert sich dabei nicht. So kann der Hub in sehr weiten Bereichen verstellt werden.

Bewegungsbahnen

Die Kurvenbahnen sind in Bild 3 gezeigt: Wie beim Planetengetriebe sind Schiebung (A) und Drehungen, vorwärts (B) und rückwärts (C) auf der Bewegungsbahn möglich. Wird ein Kreuzschieber angebracht und mit dem Rollenbolzen des Kettengliedes befestigt, so können Pick-and-Place-Hand-habungsbewegungen unterhalb des Moduls und durch Umbau seitlich neben dem Modul ausgeführt werden.

Anzeige

Durch Wechseln des Greiferarms und Einbau eines Greiferarms mit Zahnriementrieb kann man die Greifer auf der Bahn drehend bewegen. Es bietet sich an, die Drehung des Kettengliedes um das Kettenrad für die Drehbewegung zu nutzen. Der Greiferkopf ist verdrehbar gelagert und kann in verschiedenen Ebenen gedreht werden. Der Zahnriementrieb kann dabei gerade, geschränkt oder gekreuzt sein. Es sind Drehungen in allen Ebenen des Raumes mit den verschiedenen Bauarten einstellbar. Die Anschläge sind auf der Bewegungsbahn in allen Lagen einstellbar. Damit lassen sich auch Teilstrecken der Bahn zum Beispiel L-förmig durchfahren. Mit einem solchen Modul können Einlegevorgänge in Maschinen mit gleichzeitigen Drehungen um die Greiferachse in mehreren Ebenen ausgeführt werden.

Die Kosten eines solchen High Speed Modules liegen etwa 30 Prozent unter den Kosten vergleichbarer Zusammenstellungen bei Einzelbewegungen mit pneumatischem Antrieb und 50 Prozent unter den Kosten von Servo-Linearantrieben.
Hans-Erich Maul/Dipl. Ing. Lars Jentsch/pb

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Schweißtechnik

Hürden auf dem Weg zum Erfolg

Im Fertigungsprozess gehört Schweißen zu den kompliziertesten Verfahren, wobei es immer schwieriger wird, geeignetes Personal zu finden. Lässt sich dieses Problem durch die Automatisierung von Abläufen lösen? Kann oder sollte der Kollege Roboter den...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Oberflächentechnik

Lösungen für das Randschichthärten

Viele industriell eingesetzte Bauteile benötigen eine Kombination aus zähem Kern und harter Randschicht, damit sie den Beanspruchungen im Einsatz besser standhalten. Das Härten erfolgt durch schnelles Aufheizen der Oberfläche mit anschließender...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren