Greiferkonsole

Mit neuem Verhältnis

Die Greifertechnik ist Schlüsselfaktor einer effizienten Bauteilhandhabung in der modernen Karosseriefertigung. Neben Stabilitätsanforderungen steht das Thema Leichtbau im Vordergrund. Durch ein geringeres Gewicht des Greifers können sowohl Energie eingespart als auch durch die Wahl einer geringeren Roboterklasse Investitionskosten gesenkt werden. Zudem ermöglicht der Einsatz gewichtsoptimierter Komponenten eine Kapazitätserhöhung der bestehenden Anlagen.

Greiferkonsole aus Carbon

Als optimaler Werkstoff für den Leichtbau hat sich Carbon etabliert. Bis vor wenigen Jahren noch der Luft- und Raumfahrt oder dem Rennsport vorbehalten, hat sich Carbon nun auch in der Robotertechnik durchgesetzt. Tünkers hat sich diesem Thema bei Karosseriegreifern gewidmet. Zusammen mit einem Carbonspezialisten aus Süddeutschland entstand eine integrale Greiferkonsole aus Carbon. Sie wiegt sechs Kilogramm und heißt „Stingray“. Mit ihr lässt sich ein Greifer mit 30 Kilogramm Gesamtgewicht aufbauen, der ein Bauteilgewicht von 115 Kilogramm handhaben kann – ein Verhältnis von eins zu drei. Das bedeutet eine Umkehrung des normalerweise üblichen Verhältnisses von Bauteil- und Greifergewicht im Karosseriebau, betont Tünkers. Die integrierten vier Rohrschellen zur Aufnahme des Grundrahmens aus Carbon-Rohren tragen zusammen mit der ebenfalls integrierten Roboteranbindung zu dem geringen Gewicht im Vergleich zu einer konventionellen Aluminiumkonsole bei. Als weitere Besonderheit sind an der Unterseite der Konsole vier Zentrierhülsen eingelassen, durch die der Greifer stabil in einer Greiferstation abgesetzt werden kann. Für eine optimale Spannkraft am Bauteil sorgen die Leichtbauspanner V40 LW von Tünkers, die durch eine Einsparung von einem Kilogramm pro Spannstelle zur Gewichtsreduktion beitragen. Die ersten Stingrays sind bereits in einer Karosserielinie in Brasilien im Einsatz. pb

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