Drehmodul
Dreht endlos
Für mehr Tempo, Flexibilität, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit in der Produktionsautomatisierung gewinnen mechatronische Module an Bedeutung. Für rotative Bewegungen im mittleren Lastbereich hat Schunk das Drehmodul ERS entwickelt.
Es ist in der Baugröße 170 nur 66 Millimeter hoch und erreicht ein Nennmoment von fünf Newtonmeter; das maximale Moment beträgt 17 Newtonmeter. Mit diesem Modul lassen sich flexible und kompakte Anlagenkonzepte realisieren, sagt der Anbieter. Kernstück ist ein Torquemotor mit Hohlwelle. Er ermöglicht, dass das Modul leicht und kompakt baut und verschleißfrei arbeitet. Endlos drehend kann es mit bis zu 250 Umdrehungen pro Minute beliebige Zwischenpositionen mit einer Wiederholgenauigkeit von 0,01 Grad anfahren.
Im Gegensatz zu Drehmodulen mit herkömmlichem Servomotor weist das ERS keine zusätzliche Störkontur auf. Zudem entfallen Elastizitäten durch Spiel und Reibung. Stattdessen überzeugt das ERS mit hoher Beschleunigung, Schwenkgeschwindigkeit und Präzision. Eine auf Wunsch integrierbare pneumatische Haltebremse stellt sicher, dass sich einzelne Positionen zuverlässig fixieren lassen. Die Mittenbohrung ermöglicht die Durchführung von Kabeln oder Werkstücken beziehungsweise den Einsatz einer Kamera. Um Druckluft oder Signale schlauchlos direkt durchs Modul zu leiten, gibt es das ERS auch in einer Version mit pneumatisch-elektrischer Durchführung, die via Schleifring beziehungsweise Luftkanal die Durchleitung von bis zu acht elektrischen Signalen (24 Volt DC/2 Ampere) sowie einem Fluid mit einem Druck von bis zu acht bar ermöglicht. Für die Durchleitung höherer Ströme und Spannungen können Schleifringe kombiniert werden. Das ERS gibt es in drei Baugrößen mit Außendurchmessern von 135, 170 und 210 Millimeter; die Version mit Drehdurchführung ist in zwei Baugrößen mit Außendurchmessern von 170 und 210 Millimeter erhältlich. Sämtliche Größen sind auch staub- und spritzwassergeschützt in IP54 erhältlich. pb









