Tünkers streckt die Förderbänder

100 Meter sind denkbar

Stauförderer werden im Normalfall für die Beladestation oder die Verkettung einzelner Roboterzellen genutzt. Typische Längen sind deshalb zehn bis 15 Meter. Es geht aber auch länger, obwohl bei längeren Transportstrecken üblicherweise Systeme wie Elektrohängebahnen zum Einsatz kommen.

Das AFS2-Doppelband erhöht die Transportlänge bei Förderbändern erheblich. (Foto: Tünkers)

Die Stauförderer der AFS-Baureihe vom Maschinenbauspezialisten Tünkers können deutlich mehr. Grund hierfür ist der modulare Aufbau, bei dem einzelne Teilstrecken von circa 20 Meter gekoppelt werden können. Theoretisch sind damit auch Transportlängen von über 100 Meter realisierbar. In jeder Zone sind unterschiedliche Geschwindigkeiten möglich, so dass zum Beispiel im mittleren Segment große Strecken in kurzer Zeit überwunden werden können.

Die Vorteile der Standard-Stauförderer bleiben auch bei der XXL-Fassung erhalten. Sie zeichnen sich durch geringen Platzbedarf, leichte Wartung, maximale Entkopplung und zu guter Letzt überschaubare Kosten aus.

In einem englischen Automobilwerk ist aktuell ein fast 72 Meter langes AFS-Doppelband von Tünkers zum Transport großer Karosserieteile mit beachtlichen 4.200 mal 1.300 mal 600 Zentimeter erfolgreich im Einsatz. Im Rahmen der individuellen Anpassung haben die Konstrukteure aus Ratingen die folgenden Anforderungen erfolgreich erfüllt:

  • Zum Transport von Seitenteilen von der Untergruppenfertigung zum Framer muss eine Entfernung von 71,3 Meter überwunden werden;
  • der Transport muss hängend im Stahlbau erfolgen;
  • die maximale Entkopplung der Zellen muss sichergestellt werden;
  • Be- und Entladung durch Roboter und
  • geringe Sicherheitstechnik. bw
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