zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

Pressen und Schredder von HSM

Effektives Recycling, auch für kleine Betriebe

Schmitt Recycling in Fulda setzt auf HSM und hat den Maschinenpark mit Kanalballenpresse, Aktenschredder und Festplattenzerkleinerer des Unternehmens ausgestattet. So kann das mittelständische Unternehmen gegen große Wettbewerber bestehen.

Seit April 2015 arbeitet bei Schmitt Recycling der Aktenschredder Duo-Shredder 6060mit einem Durchsatz von bis zu 2.500 Kilogramm pro Stunde. (Bild: HSM)

Schmitt Recycling in Fulda ist ein kleinerer familiengeführter Entsorgungsbetrieb mit 35 Mitarbeitern. Umgeben ist er von zwei Wettbewerbern mit internationalem Hintergrund. Damit sich der Wertstoffbetrieb gegen die starke Konkurrenz behaupten kann, spielt eine in puncto Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit sehr gute Infrastruktur eine wichtige Rolle. Inhaber Wolfgang Schmitt setzt bei dieser Strategie auf HSM. Insgesamt drei Maschinen des Herstellers stehen mittlerweile auf dem 15.000 Quadratmeter großen Betriebsgelände. Von dem Festplattenschredder HSM Powerline HDS 230 über den Aktenschredder Duo-Shredder 6060 bis zu einer VK 12018 RFU, der zweitgrößten Kanalballenpresse aus dem HSM-Sortiment.

2.500 Kilogramm Akten pro Stunde

HSM-Produkte nutzt Schmitt schon lange, allerdings nur im kleinen Rahmen. Das hatte den Nachteil, dass die HSM-Produkte das Wachstum des Fuldaer Anwenders nicht mehr abbilden konnten, weil sie für geringere Dimensionen konzipiert wurden. Seit April 2015 arbeitet bei Schmitt Recycling nun ein großer Aktenschredder mit einer Aufnahme durch Unterflurförderung und mit einem hohen Durchsatz von bis zu 2.500 Kilogramm pro Stunde. Der Duo-Shredder 6060 zerkleinert Akten mitsamt Ordnern, die Metallbestandteile werden magnetisch aussortiert.

Anzeige
Mit der Ballenpresse VK 12018 ist man innerhalb einer Fraktion bei Schmitt nun in der Lage, einen Ballen mit etwa einer Tonne Gewicht in zwei bis drei Minuten zu pressen. (Bild: HSM)

Schmitt Recycling verwertet alles, was zu wertvoll ist, um vernichtet zu werden: Von Schrott, Altpapier, Kunststoffen, ABS-Stoßfängern, Altholz, über Folien und Styropor bis hin zu Kabeln, Metall- und Bioabfällen. Schmitt Recycling kauft den Wertstoff an, transportiert ihn in die eigenen Lagerhallen und verkauft ihn zum bestmöglichen Zeitpunkt an Recyclingfirmen, beispielsweise an Papierfabriken. Den Löwenanteil der Abfälle in dem zertifizierten Entsorgungsbetrieb machen dabei Papierabfälle aus. Große Supermarktketten liefern beispielsweise gepresste Kartonagen und kippen ihre Abrollcontainer in der Halle mit den acht Meter großen Toren aus. 36.000 Tonnen Altpapier und Kartonagen wandern jährlich über das Betriebsgelände von Schmitt Recycling. Die Kanalballenpresse sei dabei das Herzstück des Betriebs: „Wenn die Kanalballenpresse hustet, hat der ganze Betrieb ein Problem“, so Schmitt. Ausfallsicherheit sei darum ein sehr hohes Kriterium, zumal die Lagerflächen für ungepresstes Material bei Schmitt nicht groß dimensioniert sind.

Kanalballenpresse mit 50 Prozent mehr Durchsatz

Die vorhandene Kanalballenpresse bei Schmitt Recycling war in die Jahre gekommen, immer häufiger wurden Ausfälle zu einem Kostenfaktor. Wolfgang Schmitt war gezwungen, sich mittelfristig nach einem Ersatz umzusehen und entschied sich für eine neue VK 12018. Die Maschine wurde statt in geplant zehn Tagen binnen vier Tagen betriebsbereit montiert, lobt Schmitt. Sein Haus profitiert nun von der hohen Kapazität der Ballenpresse. Der theoretische Durchsatz konnte gegenüber der alten Maschine um 50 Prozent gesteigert werden. Innerhalb einer Fraktion ist man bei Schmitt Recycling nun in der Lage, einen Ballen mit etwa einer Tonne Gewicht in zwei bis drei Minuten zu pressen.

Durch das neue Ballenformat 110 mal 110 Zentimeter bringt dem Betrieb nicht nur geringere Drahtkosten, sondern auch logistische Vorteile. (Bild: HSM)

Auch das neue Ballenformat hat Vorteile: Der Umstieg von vormals 80 mal 100 Zentimeter großen Ballen auf das Format 110 mal 110 Zentimeter bringt dem Betrieb nicht nur geringere Drahtkosten, sondern auch logistische Vorteile. Sowohl innerbetrieblich durch weniger Staplerfahrten und geringere Lagerfläche als auch extern, weil ein Lastzug nun mit 30 Ballen beladen ist und nicht mehr mit 50. Der frequenzgeregelte Antrieb der HSM-Presse beschert dem Fuldaer Betrieb außerdem geringere Energiekosten an der Maschine von bis zu 30 Prozent gegenüber dem Vorgängermodell.

Auf die Zukunft ausgerichtet ist der Kauf des HSM-Festplattenschredders HSM Powerline HDS 230. Datensicherheit sei ein ganz wichtiges Thema für die Zukunft, ist Wolfgang Schmitt überzeugt. Festplattendaten ließen sich nicht sauber löschen und niemand wolle es sich leisten, dass seine Daten von einem Unbefugten gelesen werden können. Deshalb sei das Zerkleinern der Festplatten „die einzig funktionierende Methode“, Daten unlesbar zu machen. Außerdem gelange man so auf einem sehr eleganten Weg zu den wertvollen Rohstoffen, die in jeder Festplatte schlummern. as

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Motek 2023

Kabel-Handling-Anwendung

ArtiMinds Robotics zeigt auf der diesjährigen Motek eine roboterbasierte Automatisierungslösung zur sensorgestützten Montage von biegeschlaffen Leitungen in Steckergehäuse.

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren