Mehrwegverpackungssystem Boxerpac
Faltbare Boxen beenden Transportfrust
Der Büromöbelhersteller Wilkhahn hat seine Logistikprozesse zwischen den Werken und mit den Zulieferern optimiert. Für Transport und Zwischenlagerung verschiedener Möbelkomponenten nutzt das Unternehmen nun das Mehrwegverpackungssystem Boxerpac von Schoeller Allibert.
Im niedersächsischen Bad Münder fertigt Wilkhahn ästhetische und funktionale Stühle und Tische für die anspruchsvollen Büros dieser Welt. Je nach Programm bezieht der Premiumhersteller beispielsweise Sitzpolster, Mechaniken und bestimmte lackierte Metallteile aus anderen Fertigungsstandorten oder von diversen Zulieferern. Zur Verpackung der Komponenten nutzte das Unternehmen früher Stahlgitterboxen und Wellpappkartons auf Holzpaletten. Beide Methoden waren jedoch für die Anwendung mit Nachteilen behaftet. Wilkhahn beklagte Probleme mit der Stabilität beim Stapeln der Kartons, die zudem als Einwegverpackungen ständig entsorgt werden mussten. Die starren Gitterboxen wiederum verursachten hohe Kosten, weil sie sich beim Rücktransport zu den Zulieferern nicht im Volumen reduzieren ließen und sie auch den Laderaum der LKW nicht optimal ausfüllen konnten. Außerdem waren in den Metallboxen zusätzliche Inlays zur Polsterung und Fixierung erforderlich. Einen zuverlässigen Schutz für die empfindlichen Möbelteile konnten weder die Kartonagen noch die Gitterboxen gewährleisten.
Die passende Lösung fand sich im Kunststoff-Mehrwegbehältersystem Boxerpac von Schoeller Allibert. Mit ihren geschlossenen Seitenwänden und den integrierten Deckeln bieten die robusten Großladungsträger maximalen Schutz vor Beschädigungen, Verschmutzungen und Nässe, außerdem sind sie variabel hinsichtlich der Ringhöhen, der Nachrüstbarkeit von Kufen statt Füßen und weiterer Gestaltungsmöglichkeiten. Bei den Behältern können Palettenboden, Ring und Deckel flexibel kombiniert werden. Schoeller Allibert produzierte für Wilkhahn gleich mehrere Tausend Exemplare in Euromaß mit Sonderhöhe.
Die Boxerpac-Behälter bieten verglichen mit den Kartonagen eine bessere Stapelbarkeit bei gleicher Gesamtstabilität. Gegenüber den Gitterboxen reduzieren die faltbaren Kunststoffverpackungen die Kosten des Leertransports zu den Zulieferern und sie ermöglichen wertvollen Platzgewinn im Lager. Ihr Volumen im gefalteten Zustand entspricht nur etwa einem Viertel des Volumens der Gitterbehälter. Mit Ladung befüllt im LKW füllen die Transportverpackungen mit ihren Maßen die Nutzhöhe der Fahrzeuge perfekt aus. Wilkhahn verdankt der neuen Verpackungslösung ein um 30 Prozent verbessertes Ladevolumen. Auch das Handling der Behälter ist wegen ihres geringen Eigengewichts von lediglich 27 Kilogramm leichter. Auf- und Abbau sind schnell bewerkstelligt, die Deckelverschlüsse sind leichtgängig und die glatten Flächen begünstigen die Reinigung.
Mehrwegsystem nach 1,5 Jahren amortisiert
„Das Verpackungssystem von Schoeller Allibert hat unsere Prozesse mit den Zulieferern viel effizienter gemacht“, urteilt Thomas Strozyk, Director of Materials Management bei Wilkhahn. Nach seinen Angaben erwartet der Möbelhersteller den Return on Investment bereits nach 1,5 Jahren. Nicht zu vernachlässigen ist darüber hinaus das Einsparpotenzial bei der Entsorgung von jährlich rund 160 Tonnen Kartonagen und Folien sowie die Effizienz der LKW-Fahrten. Hiervon profitiert in hohem Maße auch die Umwelt, ein wichtiges Kriterium für ein Unternehmen, das für sein Bemühen um Nachhaltigkeit schon 1996 mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet wurde. Angesichts der positiven Ergebnisse plant Wilkhahn die komplette Umstellung des Warenverkehrs mit den Zulieferern im europäischen Raum auf die neue Mehrwegverpackungslösung. as












