Fördertechnik
Mitgänger
Die drei Niederhubwagen T16, T18 und T20 mit 1,6 sowie 1,8 und zwei Tonnen Tragfähigkeit und vier Hochhubwagen L10B, L10, L12 und L12i mit einer beziehungsweise 1,2 Tonnen Tragfähigkeit sind auf Mitgängeranwendungen im Lagerbereich spezialisiert. Mit „Sinergo“ (Safety Innovation Ergonomie) rückt die Schnittstelle zwischen Mensch und Mitgängerfahrzeug in den Fokus: Ziel der technischen Verbesserungen ist es, dem Bediener die Arbeit zu erleichtern und damit die Produktivität und Sicherheit der Mitarbeiter im Lager weiter zu erhöhen.
Besonderes Augenmerk der Entwicklungsingenieure galt den Haupteinsatzfeldern der Nieder- und Hochhubwagen: der LKW Be- und Entladung an der Rampe, dem Transport im Lager und der Ein- und Auslagerung im Regal. Bewährte und neue Produktmerkmale orientieren sich am Sicherheitsaspekt. Neu ist bei fünf der sieben Fahrzeugmodellen die deichselwinkelabhängige Fahrgeschwindigkeit (SafetySpeed): Nähert sich der Bediener dem Fahrzeug, bewegt sich die Deichsel in Richtung senkrechte Position; die Fahrgeschwindigkeit wird stufenlos reduziert. Das sorgt besonders bei Streckentransporten für mehr Sicherheit.
Zu den Linde-Standards gehört der charakteristische, lange Deichselarm, der tief am Chassis angelenkt ist und dem Bediener einen komfortablen Abstand zum Fahrzeug verschafft und wegen der größeren Hebelwirkung das Manövrieren auf engem Raum erleichtert. Weitere Unterstützung gibt die Schleichfahrtfunktion: Der für sechs Fahrzeugmodelle erhältliche Schleichfahrttaster ermöglicht es, das Gerät selbst bei vertikaler Deichselposition mit reduzierter Geschwindigkeit zu bewegen. Auch der Deichselkopf hat sein typisches, gebogenes Design behalten und schützt die Hände des Bedieners rundherum vor Verletzungen. Auch die elektronische Ansteuerung der Hubmastfunktionen (Linde Load Control) ist Standard in den neuen Hochhubwagen. Über den im Deichselkopf angebrachten Schalter kann der Fahrzeugführer die Lasten feinfühlig und punktgenau ein- und auslagern.
Für die nötige Antriebspower sorgt sowohl bei den Nieder- als auch den Hochhubwagen ein kraftvoller 1,2 Kilowatt starker Drehstrommotor mit Booster-Effekt. Er verleiht dem Aggregat hohe Drehmomente im niedrigen Drehzahlbereich, wodurch die Geräte mühelos steile Rampen bewältigen, Bodenunebenheiten passieren und an Steigungen anfahren. Die Höchstgeschwindigkeit der Fahrzeuge liegt mit und ohne Last bei sechs Stundenkilometer. Da die Anforderungen je nach Einsatz sehr unterschiedlich seien können, lassen sich durch die CAN-Bus-Struktur wichtige Leistungsparameter wie beispielsweise Beschleunigung oder Bremsverhalten durch den Servicetechniker einstellen und jederzeit ändern. Zusätzliches Potenzial verschaffen dem Bediener die hohen Resttragfähigkeiten. Dem Lastschutz dient die „Soft-Landing“-Funktion, welche die Last automatisch abbremst, je näher die Gabeln dem Boden kommen, ebenso wie die hohe Stabilität des Hubmastes in großen Hubhöhen. Gleichzeitig sorgt der integrierte Initialhub des Hochhubwagen-Modells Linde L12i für einen noch flexibleren Einsatz. Durch das Anheben der Radarme um 130 Millimeter bewältigt der L12i leichtgängig Rampen, Überladebrücken und Bodenunebenheiten.
Der ergonomische Deichselkopf hat auch bei den neuen Nieder- und Hochhubwagen einen zentralen Stellenwert. Hier sind alle wichtigen Bedienelemente integriert. Zum Teil doppelt ausgeführt, lassen sie sich sowohl mit der linken als auch mit der rechten Hand sehr einfach steuern. Um auf engstem Raum, wie beispielsweise einer LKW-Ladefläche, noch besser manövrieren zu können, bauen die Niederhubwagen um bis zu acht Prozent kürzer als ihre Vorgängermodelle. Bei den Hochhubwagen ist der Mast in das Chassis integriert worden, wodurch diese Modelle ebenfalls etwas kürzer geworden sind. pb







