Fulfillment-Systemlösungen

Verpackungsprozesse automatisieren

Die Idee des Fulfillment birgt die Chance, schlafende Produktivitäts-Reserven zu wecken. Vor allem für Unternehmen mit häufig wechselnden Kunden, Produkten und kleinen Bestellumfängen. Typische Vertreter sind hier Versandhandelsunternehmen und der Bereich E-Commerce. Das Unternehmen Automated Packaging Systems stellt dafür auf der Fachpack (Halle 3) interessante Lösungen vor.

Lässt sich auch mit einem Collator kombinieren: Das Auto-Fulfillmentsystem.

Als Fulfillment werden alle zur Belieferung eines B2C- oder B2B-Kunden nötigen Handlungen nach dem Vertragsabschluss bezeichnet. Dazu gehören Aufgaben wie die Bestellannahme, die Lagerhaltung, die Kommissionierung, die Verpackung, die Etikettierung/Frankierung, der Versand und die Rechnungslegung. In vielen mittelständischen Unternehmen werden einzelne oder gar alle Handlungen des Fulfillment oft noch unabhängig voneinander organisiert und realisiert. Dabei vergeuden fehlende Koordinierung und die mangelnde Verknüpfung der Fulfillment-Prozesse oft wertvolle Arbeitskraft und Arbeitszeit. Einzelne Handlungen des Fulfillment sind hier meist ineffizient und schwer verifizierbar; der Anteil der manuellen Tätigkeiten überwiegt meist. Gerade in Unternehmen mit häufig wechselnden Kunden, kleinen Bestellumfängen und stetig wechselnden Produkten wächst deshalb die Forderung nach flexiblen automatisierten oder teilautomatisierten Fulfillment-Lösungen, die Potentiale für eine Steigerung von Produktivität und Effizienz eröffnen.

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Das Unternehmen Automated Packaging Systems (APS) - bekannt als Spezialist für die Kleinteile-Verpackungstechnik - bietet für die Segmente der Kommisionierung, Verpackung und Etikettierung und Frankierung intelligente Fulfillment-Lösungen an. Im Mittelpunkt stehen dabei modifizierte und erweiterte Versionen der industrieerprobten Maxibeutel-Verpackungsmaschine AB 255 und des High-Speed Verpackungssystems Sprint. Die insbesondere für den Versandhandel und das E-Commerce entwickelten Systeme lassen sich sowohl per Hand bestücken als auch in vorhandene vollautomatisch arbeitende Fulfillmentstrukturen integrieren.

Bei der AB 255 Fulfillment-Lösung wird der aktuelle Verpackungsauftrag zunächst dem im System integrierten Thermotransferdrucker PI 412c zugeleitet. Dieser druckt die entsprechenden Label-Informationen wie Adresse, Produktbezeichnungen, Chargennummern und ähnliches mit bis zu 300 mm/sec direkt auf den Versandbeutel. Eine gesonderte Herstellung und Verklebung von Versandetiketten kann somit entfallen. Nach dem Bedrucken des Versandbeutels wird selbiger transportiert und per Luftstrom zwecks Aufnahme des Versandgutes geöffnet. Die Befüllung des Beutels kann manuell oder per automatischer Zuführung erfolgen. Anschließend wird der Beutel versiegelt und über das integrierte Förderband abtransportiert. Die Bearbeitung des Bestellvorganges ist damit abgeschlossen und das System steht für den nächsten Versandauftrag bereit. Die AB 255 Fulfillment-Lösung lässt sich in Lagerverwaltungs- und ERP-Systeme oder in die laufende Versandsoftware einbinden. Für die Druck-, Pack- und Versandprozesse können Versand- und Kundendatenbanken kombiniert werden. Das fahrbare und damit auch örtlich flexibel einsetzbare Fulfillment-System verpackt bis zu 30 Aufträge pro Minute. Es verarbeitet neben bedruckten oder unbedruckten Autobag-Versandbeuteln eine Vielzahl weiterer Beutelmaterialien. Bei lieferbaren Beutelformaten von bis zu 400 mm Breite und bis zu 685 mm Länge eignet sich das Verpackungssystem für mittelgroße Produkte von Einzel- oder Sammelbestellungen.

Der flexiblen Verpackung großer Verpackungsmengen im Versandhandels dient die modulare und konfigurierbare Auto-Fulfillment-Lösung Sprint. Hier werden die Autobag-Kettenbeutel dem System zugeführt, ebenfalls mit Luft vorgeöffnet und im Ladebereich befüllt. Einzel- oder Mehrpositionsbestellungen können via Dreipunktscanner erfasst und per Bildschirm geprüft werden. Ein Thermotransferdrucker produziert das spezifische Etikett mit Barcode, Label und ähnlichem. Mit einem optionalen Inline-Drucker lassen sich Rechnungen zum Auftrag produzieren und dem Versandbeutel zuführen. Dem Beutelinhalt können über einen Collator ergänzende Merkblätter oder Kataloge beigelegt werden. Die befüllten Beutel werden per Siegeleinrichtung verschlossen und dann abtransportiert. Dieses System ist ebenfalls fahrbar und lässt sich mit einer Vielzahl weiterer Zuführ- und Bedieneinheiten kombinieren. ms

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