Fördertechnik

Intralogistik-Branche ist optimistisch

Der Ausbau von Kapazitäten, gezielte Investitionen und verstärkte Vertriebsanstrengungen - das sind laut der neuen Studie der Logistikberatung IWL AG die zentralen Trends in der Intralogistik für 2013.

Intralogistik bei der J. Schmalz GmbH in Glatten.

Rund 130 Unternehmen der Intralogistik-Branche nahmen an der Online-Untersuchung der Ulmer Beratung teil. Viele von ihnen sehen optimistisch in die Zukunft. Vor allem die Intralogistik-Hersteller rechnen mit einem guten Geschäftsjahr. Sie erwarten für 2013 Auftragssteigerungen.

Das positive Fazit der fünften IWL-Studie: Der Intralogistik-Markt ist wieder deutlich gewachsen. Viele Studienteilnehmer sehen optimistisch in die Zukunft. 25 Prozent erwarten für 2013 positive Auswirkungen auf mindestens einen Teilbereich ihres Unternehmens. In den vergangenen Jahren haben besonders die Intralogistik-Hersteller vom wirtschaftlichen Aufschwung profitiert. 70 Prozent haben aufgrund des positiven Wachstums ihre Ressourcen und Kapazitäten 2012 erweitert. Auch für das kommende Jahr planen sie konkrete Maßnahmen. Dabei stehen vor allem der weitere Ausbau von Ressourcen sowie neue Investitionen im Mittelpunkt. "Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort", erklärt Ralph Ehmann, Geschäftsführer und Vorstand der IWL AG. "Bereits 2012 haben die Studienteilnehmer gezielte Investitionen in Logistikgebäude und die Intralogistik beobachtet. Auch für 2013 wird in diesen Bereichen mit einem starken Wachstum gerechnet."

Der Großteil der teilnehmenden Intralogistik-Hersteller plant darüber hinaus die eigenen Vertriebsanstrengungen im Vergleich zum Vorjahr zu intensivieren. Aufgrund der Entwicklungen des letzten Jahres rechnen sie mit Auftragssteigerungen. Doch nicht nur die Hersteller, sondern auch die Intralogistik-Berater erwarten einen positiven Aufschwung ihres Geschäfts. Auch sie gedenken, Ressourcen zu erweitern, in den Intralogistik-Markt zu investieren und ihren Vertrieb auszubauen. "Die gesamte Intralogistik ist im Aufwärtstrend", bestätigt Ehmann. "Projekte werden wieder verstärkt angeschoben. Der Bedarf an externen Beratern, Partnern und Dienstleistungen steigt merklich."

Dennoch die Krise der Jahre 2008/2009 hat Spuren hinterlassen. Noch nicht alle Unternehmen haben sich wieder erholt. Das Schlusslicht bilden auch in diesem Jahr die Logistikdienstleister. Sie waren bisher am stärksten von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise betroffen und sehen auch für 2013 skeptisch in die Zukunft. 50 Prozent von ihnen erwarten auch in diesem Jahr negative Auswirkungen auf das eigene Unternehmen. Längere Vorlaufzeiten für neue Projekte sowie zunehmende Zahlungsverzögerungen sind nur zwei Beispiele dafür. Um ihre Ressourcen zu bündeln und Kosten einzusparen, planen sie daher wie für 2012 weitere Kostenreduzierungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen im Bereich Logistik.kf

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