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Artikel und Hintergründe zum Thema

Brückenkranmontage

Eine Decke fürs Bett

In einer Produktionshalle des in Mühlheim/Ruhr ansässigen Unternehmens Salzgitter Mannesmann Grobblech sollte ein über 100 Jahre alter Reparatur- und Brückenkran ersetzt werden. Für dieses Projekt griff der Hersteller von Grobblechen in Kooperation mit Kranservice Rheinberg auf die Ausrüstung und Dienste der LGH in Essen zurück.

Ein Hubgerüst vom Typ SL 125 mit vier Hydraulik-Stempeln kam zum Einsatz, um den neuen Brückenkran anzuheben und auf die Kranbahn zu montieren. Schnell war klar, dass es sich bei diesem Projekt von den Rahmenbedingungen her um eine spezielle Herausforderung handelte. In der Produktionshalle des Geschäftsbereichs Blechwalzwerk werden Grobbleche unter großer Hitze gewalzt, anschließend in mehreren Kühlvorrichtungen wieder abgekühlt und schließlich von einem Magnetkran abtransportiert. Die Tatsache, dass die Halle vollständig mit Anlagenteilen bebaut ist und über ein großes Kühlbett zur Abkühlung der Bleche verfügt, ließ den Einsatz eines gewöhnlichen Autokrans für dieses Projekt nicht zu. Ferner bestand die Herausforderung darin, das Kühlbett statisch neu zu bewerten und mögliche Abweichungen bei der Statikberechnung zu berücksichtigen. Das Gewicht des Brückenkrans stützte sich nämlich auf eine vergleichsweise kleine Fläche. Statt einen Autokran zu nutzen, wurde das Kühlbett beziehungsweise der Boden der Halle zunächst vollständig mit Blechen abgedeckt und abgesichert. Anschließend brachte das Team zuerst die vier mobilen LGH-Hubgerüste in Position, um die zwei Brücken des neuen Zwei-Träger-Brückenkrans danach transportieren und in die Höhe heben zu können. Jeder der zwei Brückenträger wog rund 19 Tonnen, hinzu kamen die rund fünf Tonnen schweren Kopfträger und die Hauptkatze, die ein Gesamtgewicht von zwölf Tonnen besitzt und beide Brücken miteinander verbindet. Mit den vier Stempeln der Hubgerüste, deren Handling per Funkfernbedienung in den Händen der erfahrenen LGH-Sachverständigen lag, wurde der Brückenkran synchron und exakt auf die Kranschienen rechts und links unterhalb des Hallendachs gehoben und anschließend montiert. Nach erfolgreichem Aufbau des neuen Krans wurde auch der alte – noch genietete – Brückenkran mit den Hubgerüsten angehoben, in acht Metern Höhe auseinandergebrannt, vorsichtig auseinandergehoben und abgebaut.

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bw

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