Energietechnik
Stromausfällen vorbeugen
Eine zuverlässige Stromversorgung ist in vielen Industriebereichen unverzichtbar. Um Ausfallrisiken zu minimieren, werden Systeme zur unterbrechungsfreien Energieversorgung kontinuierlich modernisiert. Am Beispiel einer Ofenanlage zeigt sich, wie neue Schaltschränke, Steuerungstechnik und Sicherheitsfunktionen die Anlagenverfügbarkeit erhöhen.
Strom ist ein zentraler Baustein für Wohlstand, Sicherheit und Wohlbefinden. Er schafft Wärme und Licht, ermöglicht Kommunikation und sorgt für Mobilität. In einigen Bereichen hängen sogar Menschenleben von einer zuverlässigen Stromversorgung ab. Daher werden in bestimmten Branchen Maßnahmen ergriffen, um das Ausfallrisiko so gering wie möglich zu halten. Dazu zählen sowohl rotierende als auch statische Systeme zur unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV), die zur Überbrückung von Stromausfällen dienen. Ein bekannter Anbieter von USV-Systemen ist die Piller Group, die sich mit über 7.000 installierten kinetischen Energiespeichern und mehr als 6.000 rotierenden USV-Systemen einer stetig steigenden Nachfrage erfreut.
Neue Schaltschränke und Steuerung
Die Piller Group betreibt in der Produktion am Standort Osterode am Harz sieben Kammeröfen, die bereits seit einigen Jahren in Benutzung waren und eine Modernisierung erforderten. Die Schaltschränke samt Inhalt sollten ausgetauscht und mit einer neuen Steuerung versehen werden, die als Programmregler und als Regler im Dauerbetrieb fungieren sollte. Des Weiteren mussten Frequenzumrichter und die Sicherheitstemperaturbegrenzer sowie der an jedem Ofen vorhandene Bedienschaltschrank ersetzt werden. Im Zuge der Modernisierung sollte zugleich die Bedienung zentralisiert und übersichtlich gestaltet werden.
Nach einer detaillierten Analyse durch das Jumo Engineering konnte in enger Zusammenarbeit von Piller Group, Jumo und Magg Elektroanlagen, einem Systempartner von Jumo, eine individuelle Lösung erarbeitet und umgesetzt werden. Die Anlagensteuerung und -automatisierung erfolgt über den leistungsstarken Jumo variTron 500, der zur Sicherung der Anlagenautarkie für ein System von zwei Öfen eingesetzt wird. Insgesamt wurden also vier Systeme realisiert. Die Jumo-smartWare-Evaluation-Software übernimmt die Aufzeichnung und die Visualisierung der Daten.
Die Temperatur sicher begrenzen
Um die Anlagensicherheit zu erhöhen, wurde zusätzlich für jeden einzelnen Ofen ein Jumo-Sicherheitstemperaturbegrenzer eingebaut. Die Firma Magg Elektroanlagen war für die Schaltplanerstellung, die Planung und den Bau des neuen Schaltschranks zuständig. Sie kümmerte sich um den Einbau der Frequenzumrichter, des Jumo variTron 500 mit allen Ein-und Ausgängen und dem Bedienpanel, sowie der Sicherheitstechnik in Form von Jumo-Sicherheitstemperaturbegrenzern. Ebenso war sie der Ansprechpartner für die Lieferung, Aufstellung und Verkabelung der Anlage.
Auf diese Weise lassen sich auftretende Störungen frühzeitig erkennen und adäquate Gegenmaßnahmen wie beispielsweise die Abschaltung von Anlagenteilen oder die Alarmierung des technischen Personals ergreifen.









