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Weiter verbessert
hat sich das Zahlungsverhalten der deutschen Unternehmen – und das trotz einiger dunkler Wolken am Konjunkturhimmel: Im vierten Quartal 2007 wurden rund 74 Prozent der Rechnungen im vereinbarten Zeitrahmen beglichen. Das zeigt die Duntrade-Studie des Wirtschaftsinformationsdienstes D&B Deutschland, für die jährlich über 500 Millionen Rechnungsinformationen ausgewertet werden. „Dies ist ein klarer Beleg dafür, dass sich die finanzielle Lage der deutschen Unternehmen noch nicht verschlechtert hat – trotz einer spürbar zurückhaltenderen Kreditvergabe durch viele Banken“, sagt Thomas Dold, Geschäftsführer von D&B Deutschland. Denn auf Liquiditätsengpässe reagieren viele Firmen, indem sie Rechnungen mit Verspätung bezahlen.
Ein verschlechtertes Zahlungsverhalten kann auch ein Hinweis auf eine drohende Insolvenz sein. „Oft zahlen betroffene Unternehmen schon sechs bis zwölf Monate vor einer Insolvenzanmeldung immer schlechter. Beispielsweise wurde am 23. Januar 2008 das Insolvenzverfahren gegen die Eika Wachswerke Fulda eröffnet. Bereits im Mai 2007 fiel der Anteil der vereinbarungsgemäßen Zahlungen dramatisch“, erläutert Goran Filipovic, Leiter der Studie und des Duntrade-Programms bei D&B Deutschland.
Neben der Gesamtwirtschaft untersucht die Studie auch das Zahlungsverhalten einzelner Branchen auf Basis der gestellten und bezahlten Rechnungen. Die Pharma-Unternehmen haben sich hierbei als die pünktlichsten Zahler etabliert: Rund 95 Prozent der Rechnungen werden in dieser Branche vereinbarungsgemäß beglichen. Auch die Unternehmen der Möbelbranche zahlen besser als der Durchschnitt. Allerdings gibt es hier die meisten ernsten Beanstandungen aller untersuchten Branchen. Im Gegensatz dazu hat sich das Zahlungsverhalten der Touristikbranche erneut verbessert: Inzwischen werden hier fast 74 Prozent der Rechnungen pünktlich beglichen. ms




