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Artikel und Hintergründe zum Thema

Finanzierungsmodelle

SFS bietet alternative Finanzlösungen für Firmenkunden

Die Siemens Financial Services Division (SFS) bietet weltweit Finanzlösungen für das Firmenkundengeschäft. Mit Leasing- und Ausrüstungs- sowie projektbezogenen und strukturierten Finanzierungen unterstützt das Unternehmen seine Kunden bei Investitionsvorhaben. Dabei vereint es Risikokompetenz, technologische Expertise und eine verlässliche Liquiditätsausstattung.

Damit kein Finanzierungsloch entsteht: Leasing lässt sich projektspezifisch anpassen.

Das Produkt- und Dienstleistungsportfolio von SFS im Rahmen von Equipment-Finanzierung und Leasing umfasst unterschiedliche Finanzierungsmodelle, zum Beispiel Finanzierungsleasing, Operating Lease, Mietkauf, Miete (unter anderem in den USA steuerbefreite Modelle), Softwarefinanzierungen sowie Managed Services. Dabei bietet die Geschäftseinheit Commercial Finance großen und mittelständischen Unternehmen sowie internationalen Konzernen, aber auch der öffentlichen Hand eine flexible und nutzungsbasierte Finanzierung ihrer Anlagen, etwa in Form von Pay-per-Use-Modellen.

Die Vorteile alternativer Finanzierungsformen liegen dabei klar auf der Hand: So können beispielsweise Zahlungsvereinbarungen oder Vertragslaufzeiten projektspezifisch an die Bedürfnisse eines Betriebes angepasst werden. Firmen schonen so ihre Liquidität und bleiben flexibel. Auch traditionelle Kreditlinien müssen nicht in Anspruch genommen werden. Zudem können Kosten für Upgrades und Wartung oft bereits in den regelmäßigen Raten enthalten sein. Generell können die bestehenden Barmittel so für kurzfristige Investitionen bereitgestellt oder in anderen Unternehmensbereichen, wie zum Beispiel der Produktentwicklung, eingesetzt werden – gerade einem Mittelständler kann das schlussendlich zu mehr Wachstum verhelfen. „Für Unternehmen ist es äußerst wichtig geworden, finanzielle Flexibilität sicherzustellen“, sagt Kai-Otto Landwehr, Leiter des Commercial-Finance-Geschäftes von SFS in Deutschland. „Als Folge der globalen Finanzkrise waren die Kreditkosten in den letzten Jahren starken Schwankungen unterworfen. Equipmentfinanzierung ist deshalb für die Betriebe zunehmend attraktiver geworden.“

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„Fast überall sind die Mittel knapp“ Kai-Otto Landwehr, Leiter des Commercial-Finance-Geschäftes von SFS in Deutschlan

Dabei können vor allem herstellernahe Finanzdienstleister punkten. Viele Unternehmen erkennen den Nutzen, wenn Anbieter solcher Finanzierungslösungen ihre Geschäftsmodelle und eingesetzten Technologien wirklich verstehen. Denn so können nicht nur mögliche Risiken präziser bewertet, sondern auch integrierte Modelle für Technologien und deren Finanzierung aus einer Hand entwickelt und angeboten werden. „Als Teil von Siemens können wir unseren Kunden eine Kombination aus technischer Erfahrung und Finanz-Know-how bieten. Dies versetzt uns in die Lage auf die Herausforderungen unserer Kunden zu reagieren, Investitionsentscheidungen fachkundig zu begleiten und maßgeschneiderte Finanzierungslösungen zu erstellen“, so Kai-Otto Landwehr.

So nutzte beispielsweise die Lüpke Maschinenbau GmbH im mittelrheinischen Boppard ein von SFS angebotenes Mietkauf-Modell, um ein neues Hightech-Bearbeitungszentrum zu errichten. Das Unternehmen fertigt Präzisionswerkstücke auf modernen Maschinen und computergesteuerten Bearbeitungszentren und ist dabei auf flexible Fertigungsprozesse mit kurzen Umrüstzeiten spezialisiert. Um Eigenmittel zu schonen, wurde für die Realisierung der Investition eine langfristig angelegte Finanzierungslösung gewählt, bei der die Laufzeit und der Zahlungsverlauf flexibel angepasst werden konnten. Mit Hilfe dieser Form der Anlagenfinanzierung konnte das Unternehmen modernste Technologie einsetzen und gleichzeitig die finanzielle Liquidität sichern.

Auch die internationale Spedition F.A. Kruse jun. mit Sitz in Brunsbüttel entschied sich bei der Umsetzung eines umfassenden Modernisierungsprojektes für einen langfristig angelegten Leasingvertrag mit Kaufoption am Ende der Laufzeit. In diesem Fall stammten sowohl die Finanzierung als auch die Technik aus einer Hand: um steigenden Herausforderungen rund um Lagerung und Logistik begegnen zu können, sattelte das Unternehmen auf eine neue IT-, Steuerungs- und Antriebsgeneration von Siemens um. „Leasen statt kaufen schont die Liquidität, die Langfristigkeit des Vertrags streckt die Belastungen und zudem können wir die Raten aus dem operativen Cashflow erwirtschaften“, sagt Geschäftsführer Friedrich A. Kruse jun. über die Lösung für die Finanzierung der Millionen-Euro-Investition.

„Financial Services wird als differenzierender Faktor für Siemens immer wichtiger. Denn zusätzlich zur technologischen Realisierbarkeit steht bei unseren Kunden die Finanzierbarkeit von Investitionen zunehmend im Fokus“, bestätigt Kai-Otto Landwehr. Dies zeigt auch die jüngste Umfrage der SFS, die unter vierzig der weltweit führenden Maschinenhersteller durchgeführt wurde. Dabei gaben 72 Prozent der Befragten an, in den letzten zwei Jahren bei ihren Kunden Engpässe im Budget für Ausrüstung verzeichnet zu haben. Insgesamt 76 Prozent der Teilnehmer bestätigten, dass sie im gleichen Zeitraum eine steigende Nachfrage ihrer Abnehmer nach Equipment-Finanzierung feststellten. Für die kommenden 24 Monate gehen hier sogar 93 Prozent von einem weiteren Anstieg aus.

Dabei weisen die Umfrageergebnisse geografische Unterschiede auf, was den Einsatz alternativer Finanzierungslösungen in den vergangenen 24 Monaten betrifft. So blieb dieser in Europa innerhalb des verarbeitenden Gewerbes über den gesamten Zeitraum hinweg unverändert, was vor allem auf das schwache wirtschaftliche Umfeld zurückzuführen ist. In den USA erhöhte sich dagegen der Anteil von Ausrüstungsgegenständen, die mit einer alternativen Finanzierungslösung erworben wurden, um über zwei Prozent pro Jahr. In Asien nahm der Einsatz von Ausrüstungsfinanzierung mit über 15 Prozent am stärksten zu. Grund hierfür ist, dass der Markt über ein hohes Wachstumspotenzial verfügt, da die Nutzung alternativer Finanzierungslösungen hier noch nicht so stark etabliert ist. Für die zukünftigen zwei Jahre gehen die befragten Unternehmen für die USA und Asien von einem Zuwachs um drei Prozent beziehungsweise 14 Prozent pro Jahr aus. Auch für Europa prognostizieren die Umfrageteilnehmer ein Wachstum von 5,1 Prozent jährlich über diesen Zeitraum hinweg, da aufgeschobene Investitionen nachgeholt werden müssten, sobald sich das Vertrauen in die Wirtschaft erholt hat.

„Fast überall sind Mittel für neue Investitionen knapp. Durch den Einsatz alternativer Finanzierungslösungen können Unternehmen ihren Bedarf nach spezialisierten und maßgeschneiderten Ausrüstungsgütern auf finanziell verträgliche Weise decken, “ so Kai-Otto Landwehr. ms

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