Automatisierungssysteme
Mit durchgängiger Systemtechnik steigende Anforderungen erfüllen
Der Wandel am Energiemarkt setzt ein großes Investitionsvolumen frei. Windgetriebe, Turbinen, Solarzellen – die Komponentenfertigung für Energieerzeuger ist für viele Unternehmen ein unverzichtbarer Markt. Durchgängige Automatisierung aus einer Hand stärkt die Position der Fertigungsunternehmen.
Die Energiewirtschaft ist ein wichtiger Markt für Maschinenhersteller. Der Maschinen- und Anlagenbau für Energieerzeuger hat Hochkonjunktur, der Bedarf der Branche an zusätzlichen Fertigungskapazitäten und ausgereiften Fertigungstechnologien ist hoch. Diese Situation bietet dem Maschinenbau erhebliche Chancen. Zum Ausbau bzw. zur Absicherung ihres Marktanteils drängen die Energieerzeuger auf rasche Bereitstellung und hohe Kosteneffizienz der Anlagen; dementsprechend forcieren die Kraftwerkshersteller die Umsetzung ihrer Projekte; das wiederum setzt die Komponentenhersteller unter hohen Zeit-, Qualitäts- und Kostendruck. Von den Werkzeugmaschinenherstellern erwarten sie darum Fertigungslösungen, mit denen sie die steigenden Anforderungen der Energieindustrie auch in Zukunft erfüllen können.
Viele wesentliche Eigenschaften der Komponentenfertigung werden von der Automatisierung der Werkzeugmaschinen und Fertigungszentren geprägt. Das Gleiche gilt für die Qualität und „Ease of Use“ der CAD-CAM-Anbindung, der Linien- und IT-Integration. Auch prägt die Automatisierung ganz entscheidend den Engineeringaufwand bei der Entwicklung, der Modellpflege und bei kundenspezifischen Ausführungen von Werkzeugmaschinen – und damit den Zeitraum zwischen Investitionsentscheidung und Verfügbarkeit der Maschine in der Fertigung. Der Einsatz durchgängiger Automatisierungslösungen aus einer Hand hat dabei Vorteile. Motoren, Antriebe, Steuerung, Systemkommunikation, Sicherheitstechnik, Systemsoftware und Engineering-Tools – in durchgängigen Automatisierungen sind alle Komponenten aufeinander abgestimmt. Das erleichtert Entwicklung, Inbetriebsetzung, Diagnose, Service und Wartung und reduziert den Aufwand bei der Ersatzbevorratung.
Fertigungstechnologien aus einer Hand
Die Vorteile einer Fertigung mit durchgängiger Systemtechnik nutzen darum Maschinenhersteller aller Branchen; das Verfolgen dieser Ausrüstungsstrategie hat Siemens zum bevorzugten Automatisierungspartner der Fertigungsunternehmen gemacht. Das Portfolio der Nürnberger umfasst alle im Maschinenbau benötigten Automatisierungskomponenten, insbesondere sämtliche Fertigungstechnologien, die man für Kraftwerkskomponenten benötigt. Beispiele hierfür sind die HSC-Bearbeitung stark zerspanter Strukturteile oder das Fräs-Drehen und Dreh-Fräsen komplexer Turbinenkomponenten. Dabei kommt den 5-Achs-Fertigungstechnologien eine immer höhere Bedeutung zu: Sie bieten die besten Voraussetzungen für eine Allseiten-Bearbeitung und ersparen so Umspannvorgänge. Die Offenheit und Durchgängigkeit Sinumerik-, Simotion- und Simatic-basierter Automatisierungssysteme erschließt weitreichende Synergien, sie verbessern die Produktivität und Kosteneffizienz in der Fertigung. Auch erschließt die Offenheit der CNC-Familie Sinumerik dem Endanwender das Know-how vieler Solution-Partner. Aus eigenem Portfolio kann Siemens als einziger Steuerungsanbieter die komplette CAD-CAM-Kette und Software für das PLM bereitstellen. Das vermeidet Systembrüche und Schnittstellenverluste. So bietet durchgängige Systemtechnik aus einer Hand die umfassendsten Möglichkeiten, Fertigungszyklen zu verkürzen und Erfahrungen aus der laufenden Fertigung in Arbeitsvorbereitung und die Produktentwicklung rückzukoppeln.
Die Systemsoftware Sinumerik Operate ermöglicht eine einheitliche Bedienung und Programmierung. Dabei unterstützt die grafische Programmerstellung auch die werkstattorientierte Bearbeitung. Das erleichtert den flexiblen Personaleinsatz und die bestmögliche Ausnutzung des Know-hows erfahrener Mitarbeiter. Standardmäßig hat der Maschinenhersteller die Möglichkeit, dem Endkunden Fernwartung anzubieten. Dabei ist auch eine Diagnose bis in die Antriebsebene hinein möglich. Komponenten moderner Kraftwerke weisen eine Leistungsdichte auf, die zu extremen Anforderungen an die Belastbarkeit ihrer Komponenten und damit an die Fertigungsqualität führt. Ein Beispiel hierfür sind auf wenige Mikrometer genau zu bearbeitende Gasturbinenschaufeln. Das CNC-System Sinumerik unterstützt diese Anforderungen an die Fertigungsqualität mit systemintegrierten Kompensations-, Transformations- und Messfunktionen, mit intelligenter Bewegungsführung und gezielter Fokussierung der Maschinendynamik auf die aktuelle Fertigungsaufgabe. Das Besondere: Für diese Steuerungsfamilie sind die industrieüblichen Simulationsverfahren bis zum Virtual Machining verfügbar. So fördern die Simulationsmöglichkeiten eine hohe Prozess-sicherheit und die optimierte Maschinen- und Ressourcennutzung. Mit durchgängiger Systemtechnik lassen sich die Anforderungen der Energieerzeuger und Kraftwerkshersteller schneller, zuverlässiger und in höherem Maße erfüllen. jg








