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Artikel und Hintergründe zum Thema

Wellenkupplungen

Andreas Mühlbauer,

Zuverlässig und präzise ausgleichen

Wellenkupplungen übertragen Drehbewegungen und Drehmomente von Welle zu Welle. Dabei gleichen sie auch Toleranzen und mechanische Fehler aus, die ansonsten zu Schäden an Antriebs- oder Messkonfigurationen führen.

Wellenkupplungen gleichen Toleranzen aus. © Ganter

Wellen unterliegen, wie alle mechanischen Bauteile, Fertigungs- oder Montagetoleranzen, die sich selbst mit großem technischen Aufwand im Regelfall nicht restlos eliminieren lassen. Werden diese mechanischen Abweichungen nicht ausgeglichen, haben sie Vibrationen, Geräusche und Schwergängigkeiten zur Folge und verkürzen dadurch letztlich die Lebensdauer der verbundenen Einheiten.

Der Normelemente-Hersteller Ganter hat sich mit diesen Problemstellungen auseinandergesetzt. Das Ergebnis sind Wellenkupplungen, die sich sowohl für die Drehmoment- und Leistungsübertragung als auch für die Positions- und Bewegungssteuerung eignen. So steht für jeden Anwendungsfall der richtige Kupplungstyp bereit.

Trotz der großen Variationsbreite lassen sich die richtigen Ausführungen rasch finden. Eine Bauartenübersicht stellt die wichtigsten Merkmale aller Wellenkupplungen auf einen Blick dar, die bewährten Normblätter dokumentieren dann die Details der einzelnen Kupplungsnormen. Weiterführende technische Hinweise zur Montage und Anwendung sowie Informationen zu Drehzahl, Temperatur, Torsionssteife, Trägheitsmoment et cetera sind zusammengefasst in einer Wellenkupplungsbroschüre erhältlich – gedruckt oder per Download.

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Die neu ins Lieferprogramm aufgenommenen Wellenkupplungen aus Aluminium oder Edelstahl lassen sich teils formschlüssig, teils kraftschlüssig befestigen. Mehrere Bohrungsdurchmesser, unterschiedliche Steife- und Härtegrade der Kupplungskörper sowie eine optionale Passfedernut ermöglichen, sehr spezifisch auf den jeweiligen Anwendungsfall einzugehen. Generell gleichen alle Wellenkupplungen Versätze und Fehlausrichtungen aus, nehmen Rundlauffehler sowie Axialbewegungen auf und dämpfen Schwingungen wie auch Stöße unterschiedlich stark. Auf Anwendungsebene unterscheidet man zwischen der Positions- und Bewegungssteuerung sowie der Drehmoment- und Leistungsübertragung.

Sehr präzise und positioniergenau muss die Drehbewegung bei der Positions- und Bewegungssteuerung übertragen werden. Das erfordert einen Wellenkupplungstyp, der in Drehrichtung spielfrei arbeitet und über eine hohe Torsionssteifigkeit verfügt. Typische Anwendungsbeispiele sind: Servo- oder Schrittmotoren für Linearachsen, Industrieroboter, Prüfstände.

Bei der Drehmoment- und Leistungsübertragung hingegen steht die reine Kraftübertragung im Vordergrund. Dafür sind Wellenkupplungen notwendig, die hohen Drehmomenten sowie starken Belastungen standhalten und in groben Anwendungsumfeldern dauerhaft funktionieren. Typische Anwendungsbeispiele sind Förderanlagen, Pumpen und Rührwerke sowie Verpackungsmaschinen.

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