Schnelle Antriebshilfe für ugandisches Zementwerk
Zeit spart Geld
Im Oktober 2014 drohte dem Zementwerk Tororo Cement in Uganda durch den Ausfall seines Hauptmühlenantriebs ein kostspieliger Produktionsstillstand. Dank des Berliner Unternehmens Menzel Elektromotoren, das einen lagervorrätigen Motor innerhalb von 15 Tagen umfassend modifizierte, konnte der ausgefallene Antrieb jedoch in kürzester Zeit durch einen elektrisch und mechanisch vollständig kompatiblen Motor ersetzt werden. Da der Anlagenbetreiber keine Änderungen an seiner Anlage vornehmen konnte, um den lagervorrätigen Schleifringläufermotor mit einer Leistung von fünf Kilowatt und einer Drehzahl von 992 min-1 zu integrieren, passte Menzel kurzerhand unter anderem das Motorgehäuse sowie die Wellenenden des fabrikneuen Motors den Gegebenheiten vor Ort an.
Die größte Herausforderung bestand darin, dass der ausgefallene Motor über zwei Wellenenden verfügte und insgesamt deutlich länger war als der moderne, kompakte Motor von Menzel. „Da das Einziehen einer neuen Welle sehr viel Zeit beansprucht hätte, entschieden wir uns stattdessen dafür, beide Wellenenden der vorhandenen Welle zu verlängern. Dieses Verfahren des Ansetzens ist zwar technisch anspruchsvoll, aber zeitsparend“, so Projektleiter Dipl.-Ing. Guido Wolf. Auch der Durchmesser der Welle musste der des Originalmotors angeglichen werden. Dies erforderte wiederum geänderte Lagersitze und größere Wälzlager.
Da im Zementwerk in Uganda bereits Gewindebohrungen zur Befestigung des Motors im Fundament vorhanden waren, versetzten die Ingenieure zudem die Fußplatten des Motors seitlich passend zur Lage der Fußlöcher. Der Klemmenkasten wurde ebenfalls versetzt montiert, um der Anschlusssituation vor Ort Rechnung zu tragen. Menzel führte alle Anpassungen innerhalb von 15 Tagen durch – einschließlich ausführlicher Tests des Motors im hauseigenen Lastprüffeld. bw









