Wälzlager
Schadensanalyse – wie geht das überhaupt?
Eine Schadensanalyse im Bereich der Wälzlager bedeutet im Wesentlichen, anhand der Schadensmerkmale der betroffenen Produkte Ursachenforschung zu betreiben. Findling Wälzlager hat hierfür konkrete Prozesse definiert, die anhand von Checklisten Schritt für Schritt abgearbeitet werden.
Am Anfang stehen dabei immer die visuelle Beurteilung des schadhaften Wälzlagers und die genaue, unter anderem fotografische Dokumentation der Konstruktion, im Wesentlichen der Anschlussteile, bis hin zum theoretischen, konstruktiven Aufbau. Daraus lassen sich über eine FMEA (Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse) erste Indizien ermitteln. Im Folgenden entnehmen die Experten falls nötig eine Fettprobe und demontieren die betroffenen Wälzlager vorsichtig. Für jedes einzelne beschädigte Wälzlager werden anschließend anhand einer weiteren Checkliste die Schadensmerkmale dokumentiert – dazu gehören zum Beispiel Abblätterungen, Riefenbildungen, Brüche, Risse, Käfigschäden oder Passungsrost.
Die Beurteilung der so dokumentierten Merkmale erfolgt im Anschluss. Findling Wälzlager unterscheidet dabei zwei Leistungsbereiche: Die konstruktive Beurteilung untersucht, ob die Lagerstelle falsch konstruiert worden ist. Sie wird oftmals unterstützt durch numerische Berechnungen mittels einer speziellen Software – dabei können die Experten die Lagerstelle genau abbilden, die Lebensdauer berechnen und konstruktive Änderungen simulieren. Die tribologische Beurteilung hingegen beschäftigt sich mit Schäden, die auf erhöhte Reibung, Verschleiß und mangelhafte Schmiermittel zurückzuführen sind. "Ungeeignete, alte oder spärlich eingesetzte Schmierstoffe verursachen am häufigsten Schäden", weiß Volkan Yilmaz, Anwendungstechniker bei Findling Wälzlager. "Seltener liegt es an festen Verunreinigungen oder einer falschen Lagerwahl." Flüssige Verunreinigungen, Montagefehler oder Folgeschäden verzeichnen die Experten von Findling Wälzlager nur vereinzelt als Schadensursache. cs










