Antriebstechnik
Wie gestapeltes Geschirr
bergen Tellerfedern mit ihren geschichteten Scheiben Bruchgefahr. Daher ist ihre Herstellung mit hohem Material- und Arbeitsaufwand verbunden. Die Außen- und Innendurchmesser von Tellerfedern müssen – um Bruchgefahr zu vermeiden – spanabhebend bearbeitet werden; gleiches gilt für die Kanten am Innen- und Außendurchmesser. Auch in der Anwendung haben Tellerfedern Nachteile: Montage und Wartung gestalten sich wegen der vielen Einzeltelle zeit- intensiv. Ferner besteht die Gefahr der Fehlfunktion aufgrund falscher Montage beziehungsweise Schichtung der Einzelteller.
Um dies zu vermeiden, wurde die gewickelte Schraubentellerfeder entwickelt, die oft die gegensinnig geschichtete Tellerfedersäule ersetzen kann. Die Schraubentellerfeder ist ein einteiliges Feder- element, das aus zwei gleichen, ineinander geschraubten Schraubendruckfedern besteht, von denen jede aus Bandstahl mit tellerfederähnlichem Querschnitt hochkant und schräg zur Mittelachse gewickelt wird.
Da Schraubentellerfedern nicht in Einzelteller zerfallen, können sie mit protokolliertem unveränderlichem Federdiagramm ausgeliefert werden. Ferner ist die Verringerung des Einsatzgewichts erheblich. Bei einem Tellerpuffer mit gleichem Arbeitsvermögen im gleichen Raum beträgt die Materialersparnis etwa 50 Prozent. Die Kanten der Außen- und Innendurchmesser der Schraubentellerfeder müssen nicht spanabhebend gerundet werden, sondern werden beim Walzen oder Ziehen des gewünschten rechteckigen oder trapezförmigen Querschnittes des Federbandstahles mit verrundet. lg








