Antriebstechnik

Rein in den Reinraum

Burkhard Stolz, Geschäftsbereichsleiter Diagnostik bei Wilden, Regensburg, einem namhaften Kunststoffverarbeiter und Zulieferer für Automotive- und Medizaltechnikartikel, ist davon überzeugt, dass die Anforderungen in Sachen Reinheit in Zukunft steigen werden. Für Hersteller von medizinischen Teilen werde die Investition in Reinraumtechnik quasi zur Existenzfrage. Und Erwin Bürkle, Leiter der Vorentwicklung beim Spritzgießmaschinenbauer Krauss-Maffei, sieht nicht nur beim medizinischtechnischen Outfit ein steigendes Reinheitsniveau, sondern auch im Bereich Automobilbau, Kosmetik und Optik herrsche zunehmend Bedarf. Also nix wie rein in den Reinraum!

Ein Schweizer Hersteller von Spritzgießteilen für die Medizinaltechnik hat‘s schon getan. Bei Stamm in Hallau wurde vor kurzem eine Reinraumkabine vom Typ „Clean Flow Cell“ Schilling ­Engineering GmbH installiert. Diese Reinraumzelle wurde von Schilling als Turn-Key-Lösung von der Planung, über die Herstellung, Inbetriebnahme bis hin zur Qualifizierung durchgezogen: als optimal auf die Bedürfnisse des Kunden abgestimmte Komplettlösung aus einer Hand. Nach einer Aufbauzeit von lediglich einem Tag konnte die Kabine produktionsbereit übergeben werden. Bei Stamm wird nun bereits seit mehreren Monaten unter Reinraumkonditionen der ISO-Klassse 7 gefertigt, was der Norm 10.000 nach US-Fed.-Standard 209e entspricht. sh

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