Erweiterung einer Kupfermine

Alles aus einer Hand

Die Zest WEG Group hat bei Lubambe Copper erfolgreich einen umfangreichen Auftrag im Rahmen des Bergbau-Konsortiums "Konkola North" in Sambia umgesetzt. Für die Erweiterungsinfrastruktur und die Nassanlagen der Kupfermine lieferte die Unternehmensgruppe die gesamte elektrische Ausrüstung und alle Messsysteme im Wert von mehr als 200 Mio. Rand (ca. 17 Mio. Euro).

Alle WEG-Produkte wurden von erfahrenen Technikern vor Ort installiert und in Betrieb genommen, was für eindeutige Zuständigkeiten, hohe Qualität und zuverlässige Garantien sorgte.

Im Bergbau müssen Maschinen und Anlagen höchsten Anforderungen gerecht werden. Die äußeren Bedingungen, eine oft abgelegene Lage der Fördergebiete und die extremen Leistungsanforderungen erfordern Motoren und Antriebe von höchster Qualität und Zuverlässigkeit. Der hohe Energiebedarf bei Bergbau-Anwendungen bedeutet, dass schon kleine Einsparungen an einer Maschine große Auswirkungen auf die Gesamtenergiebilanz haben. Potenzieren lässt sich dieser Effekt, wenn wie im Falle von "Konkola North", ein breit aufgestellter Hersteller wie WEG ein Gesamtpaket aus optimal aufeinander und auf die Bedürfnisse des Kunden abgestimmten Anlagen liefert.

Integriertes Team

Aufgrund der Diversität und Komplexität der Aufgaben stellte der Antriebstechnik-Spezialist speziell ein kleines, integriertes Experten-Team zur technischen Unterstützung zusammen. Ziel war es, Risiken für den Kunden zu minimieren. Die anwendungsspezifische Entwicklung für die verschiedenen Produktgruppen wurde innerhalb des Konzerns beauftragt. Diese direkte Abstimmung zwischen den verschiedenen Entwickler-Teams machte Nachbesserungen an den Maschinen vor Ort überflüssig. Dank technischer Expertise, breitem Produktportfolio und Vorerfahrung aus zahlreichen Referenzprojekten weltweit konnte der Hersteller im Falle von ¿Konkola North¿ praktisch alles aus einer Hand anbieten.

Besonders bei Großprojekten profitieren Anlagenbetreiber davon, wenn ein Zulieferer die finanzielle und technische Gesamtverantwortung für das ganze Projekt übernimmt. Deshalb ist die Strategie des Antriebstechnikunternehmens darauf ausgerichtet, verstärkt funktionsübergreifend zu arbeiten und die Konzerngesellschaften der Zest WEG Unternehmensgruppe, deren Produkte und Leistungen sich gegenseitig ergänzen, weiter zu integrieren.

Effiziente Motor-Frequenzumrichter-Kombination

Während bei Mühlen in der Vergangenheit ausschließlich Schleifringläufermotoren zum Einsatz kamen, findet in letzter Zeit ein Umstieg auf große Käfigläufermotoren und Frequenzumrichter statt. Für das Projekt "Konkola North" hat das Unternehmen aus Kerpen-Türnich für die halbautogene Mühle (SAG, Semi-Autogenous Grinding Mill) einen 6-poligen Käfigläufermotor in der Bauform B3 mit einer Leistung von 4,4 MW und einer Spannung von 3,3 kV sowie einen Frequenzumrichter MVW01 in Verbindung mit einem Frequenzumrichter-Transformator mit drei Wicklungen geliefert. Bei den Niederspannungsmotoren kommt die neueste Generation von IE2-W22-Elektromotoren des Herstellers zum Einsatz, die hinsichtlich des Wirkungsgrads und der Spezifikationen der IEC60034-30 entspricht. Der Lüfter-Antrieb basiert jetzt auf vier speziellen 10-poligen Schleifringläufermotoren in Bauform B3 mit einer Leistung von 950 kW und einer Spannung von 11 kV.

Der Frequenzumrichter MVW01 spielt in diesem Fall eine besonders wichtige Rolle. Er bietet eine hohe Frequenz bei einem Wirkungsgrad von mehr als 90%. Und das ist gerade bei Anwendungen mit hohen kW-Werten, bei denen potentiell große Verluste auftreten können, ein ganz entscheidender Faktor. Die Umrichter-Systeme sind modular aufgebaut, was Betrieb und Wartung vereinfacht und eine kundenspezifische Anpassung der Software ermöglicht. Ein weiterer Vorteil der gewählten Lösung liegt darin, dass die Kombination von Frequenzumrichter und Transformator mit drei Wicklungen die Oberwellen auf ein Niveau reduziert, das den Vorgaben der IEEE519 entspricht.

Für die Kugelmühle wurde eine sechspolige Schleifringläufermaschine in Bauform B3 mit einer Leistung von 6,2 MW und einer Spannung von 11 kV geliefert. Auch alle Hilfseinrichtungen sowie die Steuer- und Bedienelemente rund um die Kugelmühle, wie der Trennschalter am Frequenzumrichter und alle Verbindungsleitungen, stammen von WEG - eine außergewöhnliche Aufgabe für das Team. Zudem hat das Unternehmen speziell für Mühlen einen so genannten "Frozen-Charge-Schutz" entwickelt. Dabei werden Drehmoment und Drehwinkel der Mühle überwacht und so ein Festkleben der Ladung frühzeitig erkannt. Im Störfall warnt so ein Alarm den Bediener rechtzeitig, bevor Schäden auftreten können. Darüber hinaus lieferte WEG alle Niederspannungsmotoren für das Projekt, sowohl für den Abbaubereich als auch für die Verarbeitungsanlage - insgesamt mehr als 500 Stück. Shaw Controls, ebenfalls ein Unternehmen der Gruppe, beteiligte sich mit 15 MCCs an dem Projekt.

Elektrische Infrastruktur

Enl Electrical, ein weiteres Unternehmen der Gruppe, zeichnete sich für die Installation der gesamten elektrischen Infrastruktur von der Hauptschaltanlage bis zu den Verbraucherverteilerstationen und den wichtigsten Motorsteuerungen sowie für die Lieferung der gesamten elektrischen Ausrüstung einschließlich Kabel, Racks und Messkabel verantwortlich. Das elektrische und messtechnische Netzwerk umfasste auch faseroptische Kommunikationsleitungen von den MCCs zu den Motoren der Anlage. Dieses Arbeitspaket beinhaltete auch ein 11-kV-Freileitungsnetzwerk in und um die Anlage herum, die gesamte Beleuchtung, Kleinmotoren unter anderem für sechs Scherenhubtische, die elektrische Verkabelung aller Belüftungsschächte und fünf einzelne Verteilerstationen sowie die Lieferung aller elektrischen Kabel und der Ausrüstung für den unterirdischen Teil des Projekts.

Erfolg durch Erfahrung

Ein wichtiger Faktor für den Erfolg des Gemeinschaftsprojekts "Konkola North" war die umfassende Vorerfahrung der Zest WEG Group mit Projekten dieser Art. Denn die Konzerngesellschaften der Unternehmensgruppe haben in der Vergangenheit bereits zahlreiche erfolgreiche Projekte gemeinsam umgesetzt. Im Falle von "Konkola North" sicherte vor allem die integrierte Teamstruktur mit einer Mischung aus Führungspersonal unterschiedlicher Abteilungen und kompetenten Technikern vor Ort den planmäßigen Abschluss des Projekts. Mit der Erfüllung des umfangreichen Auftrags in Sambia stellt das Unternehmen einmal mehr unter Beweis, dass es weltweit zu den führenden Anbietern von Lösungen für die Energieverteilung, Automation und Steuerung gehört. Das Unternehmen ist in der Lage, seine hochwertigen Produkte als intelligentes Gesamtpaket anzubieten und so die Energieeffizienz von Maschinen und Anlagen zu optimieren. Und diese Qualitäten als Lösungsanbieter lassen sich sowohl auf andere Branchen als auch auf andere Orte übertragen. So verfügt WEG auch in Deutschland und Europa über die Kompetenzen, die Ressourcen und die Erfahrung, um derartige Großprojekte umzusetzen. jg

Regenbogen-Kooperation

Das Kupferprojekt Konkola Nord ist ein 50:50-Gemeinschaftsunternehmen von African Rainbow Minerals (ARM) und dem brasilianischen Bergwerksunternehmen Vale. Das Abbaugebiet befindet sich in der Nähe der Stadt Chililabombwe unweit der Grenze zur demokratischen Republik Kongo und nördlich der Kupfermine Konkola. Die Mine ist auf eine Spitzenproduktion von 2,5 Mio. Tonnen Erz und 0,6 Mio. taubem Gestein pro Jahr ausgelegt

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