Mechatronisches Industriegetriebe
Fördern mit Systemintelligenz
Mechatronisches Industriegetriebe für Förderapplikationen. Das nach Herstellerangaben weltweit erste mechatronische Industriegetriebe stellt SEW-Eurodrive vor. In diesem Industriegetriebe-System sind alle notwendigen Komponenten intelligent in einem geschlossenen System integriert – vom Antrieb über das Getriebe bis hin zur Steuerungselektronik.
In vielen Branchen werden die Anforderungen an Fördereinrichtungen anspruchsvoller, spezifischer und müssen eventuell noch dokumentarisch erfasst werden. Mit dem mechatronischen Industriegetriebe hat SEW-Eurodrive ein intelligentes Antriebssystem für Förderapplikationen geschaffen. Der Kunde hat hiermit die Möglichkeit, den Zustand seines Antriebs und gleichzeitig den Zustand seines Prozesses zu überwachen, auszuwerten und direkt zu beeinflussen. Neuentwicklungen werden unter völlig anderen Gesichtspunkten realisierbar, sagt der Hersteller, da durch die eingesetzte Motoren- und Umrichtertechnologie Anpassungen an unterschiedliche Aufgaben oder Lastbedingungen einfacher zu realisieren seien. Der Aspekt hoher Losbrech- und Beschleunigungsmomente nach längeren Stillstandszeiten einer Anlage könne ebenso wie sanfte Anlaufkurven mit dieser Technik ohne Einschränkungen gemeistert werden.
Schon in der Entwurfsphase hat das Bruchsaler Unternehmen auf einen ganzheitlichen Entwicklungsansatz geachtet. Das mechatronische Industriegetriebe ist gekennzeichnet durch seinen hohen Systemwirkungsgrad, mit dem sich Energiekosten senken lassen. Die Integration und Abstimmung aller Antriebskomponenten führt zu einer langen Lebensdauer und hoher Anlagenverfügbarkeit. Durch die integrierte Motorentechnologie erhöht sich die Leistungsdichte der Antriebslösung; auch die vergleichsweise geringen Abmessungen und weniger Systemgewicht sind bemerkenswerte Aspekte.
Produktionsprozesse werden optimiert
Vor allem ermöglicht das mechatronische Antriebssystem die Optimierung der Produktionsprozesse, meint SEW: Beispielsweise konnte bereits in der Praxis nachgewiesen werden, dass die beladungsabhängige Bandgeschwindigkeitsregelung zu einer Einsparung an elektrischer Energie von 16 bis 20 Prozent führt. Die Möglichkeiten zur Prozessoptimierung dienen neben der Steigerung der Produktivität auch dem Ausgleich von Projektierungsunschärfen; auch auf spätere Änderungen der Anforderungen könne der Anwender leichter reagieren.
Das System hat für den Anwender nur einen einzigen Leistungsanschluss, alle anderen Elemente sind in dem System schon ab Werk miteinander verbunden und vernetzt. Damit wird es für den Anwender einfach, von den vielfältigen Möglichkeiten der Umrichtertechnik zu profitieren. Der konsequente Einsatz von umrichtergesteuerten Antrieben eröffnet Bandantreibern neue Möglichkeiten, die durch die einfach zu bedienende Software bereitgestellt werden. In Zukunft lässt sich dann die Funktionalität durch neue Softwaremodule einfach erweitern und verbessern – vergleichbar mit Apps auf einem Smartphone. pb









