Antriebstechnik

Über den Daumen gepeilt

Dieses Verfahren können Sie getrost vergessen! Wer schon einmal versucht hat nichtfluchtende Wellenenden genau auszurichten, der weiß, dass das zur zeitaufwendigen Geduldsprobe werden kann. Gelingt das nur unzureichend, kommt es zu unkalkulierbaren Reibungszuständen in Lagerungen und letztlich zu vorzeitigen Maschinenausfällen. Achsversatz und Schiefstellung der Wellen zueinander können theoretisch den Freiheitsgrad sechs haben. Zwar sind durch Führungen meistens einige Ebenen schon gut fixiert, aber für Präzisionsmaschinen genügt das nicht. Moderne Ausrichtverfahren nutzen die Lasertechnologie. Man bringt an der Welle eine Messeinheit an, die einen Laserstrahl zum Sensor der gegenüberliegenden zweiten Messeinheit sendet. Das macht auch die zweite Einheit. Im Ergebnis solcher Messungen zeigt sich, welche Schiefstellungen und Achsenfehler vorliegen und in welcher Richtung Korrekturen durchzuführen sind. Die Anzeigeeinheit, die man im Foto sehen kann, liefert ständig die genauen Istwerte. Man kann sich den Ausrichtvorgang auch dokumentieren lassen. Trotz schwieriger Aufgabenstellung ist die Handhabung des Wellenausrichtsystems doch einfach. Die Anbringung der Messeinheiten an der Welle geschieht mit magnetischen Befestigungsprismen oder mit Befestigungsketten.he

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