Antriebstechnik
SPS für Volumenapplikation
Flinke Hände waren gefragt. Wenn es um die Geschwindigkeitsänderung der Bearbeitungsmaschine ging, mussten zu Beginn der Industrialisierung geschickte Arbeiter die so genannten Transmissionsriemen von Hand umlegen. Dazu nahm der Werker eine Eisenstange und legte bei laufendem Betrieb den Riemen auf eine andere Scheibe. Danach konnten die Fräser und Dreher im Schrupp- oder Schlichtgang an den Maschinen weiterarbeiten.
Dies ist heutzutage zum Glück nicht mehr so. In modernen Zeiten sorgen unter anderem Systeme und Elemente von Saia-Burgess aus Murten in der Schweiz für die ordnungsgemäße Steuerung von Bearbeitungszentren. Zum Beispiel die PCD3. Durch den Einsatz des unternehmenseigenen NT Betriebssystems in Kombination mit einer neuen Mikroprozessorgeneration kann die Steuerung neue Maßstäbe an Funktionalität und Leistung ermöglichen. Mit serienmäßig integrierter Ethernet-TCP/IP-Technologie lässt sie laut Hersteller durchaus Vergleiche mit deutlich höher positionierten Steuerungen zu (zum Beispiel mit Varianten der Siemenssteuerungen).
Die neue SPS-Familie besteht aus sieben unterschiedlichen Ausstattungsvarianten. Je nach Anforderung gibt es verschieden große Arbeitsspeicher, Datensicherungs- und Kommunikationsmöglichkeiten. Schon das Basisgerät hat 1.024 zentrale Ein-/Ausgänge, 512 Kilobyte Anwenderprogrammspeicher und verschiedene Schnittstellen (ProfiBUS sowie Ethernet-TCP/IP). Außerdem gibt es einen integrierten Webserver. Darüber hinaus lassen sich Kosten minimieren, weil der Anwender die Geräte entweder mit der firmeneigenen Software PG5 oder mit Siemens STEP7 programmieren kann und sich schon bestehende Programme weiter verwenden lassen.
Bedienen ohne Grenzen
Der integrierte Web-Server verhilft zu einem großen Vorteil der Steuerungen. Im Rahmen des Produktprogramms der Schweizer – das über die lokal Kommunikation bis zum Bedienpanel reicht – lassen sich kostengünstige HMI-Lösungen realisieren. Über die Systemgrenzen hinaus ist damit aber nicht nur die Visualisierung sondern auch Bedienung der Steuerungen über einen handelsüblichen Web-Browser ohne weiteren Aufwand möglich – und das von überall aus.
Alle Steuerungen kann der Programmierer mit maximal vier intelligenten Modulen bestücken. Durch die direkte und schnelle Verbindung mit dem Hauptprozessor ist eine effektive Kommunikation aller Baugruppen möglich. Unterprogramme, die die einzelnen Module individuell abarbeiten, können so den Hauptprozessor wirkungsvoll entlasten. Wenn das die Arbeiter im 18. Jahrhundert schon gewusst hätten. Guido Matthes









