Antriebstechnik
Fast doppelt so schnell
Die neue Version des OPC-Servers für S7-Steuerungen verfügt über das so genannte High Performance Protokoll, mit dem der Server besonders schnell arbeiten kann. Es fasst die einzelnen Leseaufträge intelligent zu einem einzigen Leseauftrag zusammen, unabhängig davon, ob sich die angeforderten Items im selben oder in unterschiedlichen Bereichen befinden. Intern werden die Variablen zu einem einzelnen Feldzugriff auf das Zielgerät umgewandelt. Dadurch wird die Zahl der über das Netz transportierten Datenpakete reduziert, der Anteil der Nutzdaten ist höher, die Datenpakete sind besser ausgelastet und die Netzlast wird reduziert. Bestehen Lücken in der Datenstruktur, kann der Anwender festlegen, welche maximale Größe diese haben dürfen, bevor ein neuer Block gebildet wird. Dadurch wird verhindert, dass viele nicht benötigte Daten angefordert werden.
Um die Leistungsfähigkeit des Inat OPC-Servers zu verdeutlichen wurde ein OPC-Client programmiert, der die Items – je nach Testfall in Menge und Länge unterschiedlich – 200 Mal mit synchronem Aufruf liest. Der Zugriff des Servers erfolgte dabei im ersten Fall auf eine SPS, im zweiten Fall parallel auf zwei Steuerungen. In allen Tests erfolgte die schnellste Befehlsausführung mit dieser Neuentwicklung, die sich damit an die Spitze der zurzeit lieferbaren Geräte setzt. Während bei der Ansteuerung von nur einer SPS die Unterschiede relativ gering sind (im Schnitt war der neue Server hier 3,7 Prozent schneller), tritt die Überlegenheit speziell dann hervor, je komplexer und strukturierter das SPS-Programm ist. Hier ist er fast doppelt so schnell. Die kompletten Ergebnisse und Testbedingungen sind unter http://www.inat.de erhältlich. Zum Ausprobieren kann eine Testversion herunter geladen werden, die nach jedem Programm-Neustart für 72 Stunden mit uneingeschränktem Funktionsumfang läuft. Auch ein OPC-Test-Client wird installiert. st









