Antriebstechnik

Alte Pressen – aber sicher!

Oft haben Blech verarbeitende Betriebe noch ältere Pressen, die mechanisch zwar gut erhalten sind, aber dem geltenden Sicherheitsstandard nicht mehr entsprechen. Zudem ist es in der Praxis sehr schwierig, die zumeist im Schaltschrank verwendeten Schützsteuerungen zu warten beziehungsweise dafür Ersatzteile zu beschaffen. Dem Betriebsleiter stellt sich die Frage: Entweder die Anlage verschrotten oder das Risiko eingehen, weiterhin mit einer sicherheitstechnisch bedenklichen Maschine zu produzieren. Für die meisten Pressen rechnet sich durchaus eine generelle Modernisierung: Mechanische Verschleißteile werden überarbeitet oder ersetzt. Dazu kommt ein neues, den sicherheitstechnischen Bestimmungen entsprechendes Steuerungskonzept auf Basis der einschlägigen Sicherheitsnormen. Auch über produktivitätssteigernde Maßnahmen kann jetzt nachgedacht werden – denn modernste Sicherheitstechnik kann, wenn sie richtig eingesetzt wird, auch zur Produktivitätssteigerung der Maschine führen. Beispiel: Ein Maschinenbetreiber in Finnland hatte eine Reihe alter bulgarischer Excenterpressen in Betrieb. Ersatzteile für die eingesetzte Schützsteuerung waren nicht mehr lieferbar. Außerdem entsprach die Anlage nicht den einschlägigen Sicherheitsvorschriften samt der europäischen Richtlinie über die Mindestvorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Benutzung von Arbeitsmitteln durch Arbeitnehmer bei der Arbeit. Das Maschinengestell und die Mechanik waren aber für den Betreiber noch in einem akzeptablen Zustand. Bei der Suche nach einem Anbieter für Modernisierung von Gebrauchtmaschinen fand das Untenehmen die Firma Noritek Oy in Helsinki: Sie setzte für die Pressen die moderne und leicht zu parametrierende Sicherheitssteuerung FPSC von Fiessler Elektronik ein. Die bisherige Schützen- beziehungsweise Relaissteuerung wurde durch eine vollelektronische Steuerung ersetzt. Im neu überarbeiteten Schaltschrank befindet sich neben der Leistungselektronik für die Versorgung des Pressenmotors nur noch die Sicherheits- SPS FPSC. Der Verkabelungsaufwand reduzierte sich bei dieser Lösung somit auf die Verdrahtung der E/As. Die logischen Verknüpfungen wurden per Software auf Basis der alten Schützsteuerung erstellt. Damit die Nachrüstung noch einfacher wird, bietet Fiessler Elektronik schon fertige Lösungspakete für verschiedene Pressentypen aus Software und Hardware (Sicherheits SPS + Sicherheitslichtvorhang) an. pb

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