Zerspanen

Ein Werkzeug statt mehrere

kann beim Bearbeiten die Kosten deutlich senken – wenn keine zu großen Kompromisse bezüglich des Bearbeitungsprozesses und der Fertigungsgeschwindigkeit eingegangen werden müssen. Schlüssel zum Erfolg ist jedenfalls eine einleitende exakte Prozessanalyse. Und da sieht der Sonderwerkzeughersteller Kempf eine Kernkompetenz. Erfolgreich unter Beweis gestellt hat er das bei einem Unternehmen, das immerhin jährlich 1,2 Millionen der gezeigten Aluminiumhülsen produziert. Früher waren dazu mehrere Rundtischstationen notwendig. Heute tut es ein einzelnes Sonderwerkzeug mit Schneiden aus polykristallinem Diamant (PKD): Zwei innen liegende und ein Außendurchmesser entstehen auf diese Weise. Dabei ist die geforderte hohe Genauigkeit von g6 und N7 gewährleistet.

Wegen seiner kompakten und stabilen Bauweise erreicht das nur 2,2 Kilogramm schwere Sonderwerkzeug eine hohe Fluchtgenauigkeit. Es erledigt alle drei Bearbeitungen an einer einzigen Station und deutlich schneller als vorher. Irgendwelche Einstellungen sind dazu nicht erforderlich. Als Zwischenbilanz kann also festgehalten werden: Es gibt Kosteneinsparungen durch quickes Zerspanen und durch weniger Werkzeuge. Wobei zu berücksichtigen ist, dass neben dem Rückgang von drei auf eins auch die notwendigen Reservewerkzeuge drastisch weniger werden.

Von den insgesamt acht PKD-Schneiden sind je zwei für die größeren und vier für die engeren Toleranzen zuständig. Sie erzeugen weitgehend gratfreie Konturen sowie gute Oberflächenqualitäten. Durch das besonders verschleißfeste PKD-Material sind höhere Schnittgeschwindigkeiten als vorher möglich. Außerdem eignet sich das Werkzeug so auch für die Trockenbearbeitung.

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Man sieht also: Werden Leichtmetallteile mit dem passenden Werkzeugkonzept bearbeitet, dann kann ein enormes Einsparpotenzial erschlossen werden. Übrigens auch mit PKD-Formschneiden, die der zu bearbeitenden Geometrie entsprechen. Damit ist dann das Zirkularfräsen komplexer Konturen in lediglich einem Arbeitsschritt machbar. Bringen Sie Ihr Spezialproblem doch einmal in Reichenbach/Fils vor.rm

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