Zerspanen

Der Bohrständer

des neuen Systems Flow2Go der Firma Flowdrill aus Weinheim ist äußerst stabil. Und das muß er auch sein, ersetzt doch das Fließbohren seit einem viertel Jahrhundert in der Praxis Einschlagmuttern, Blechmuttern und -schrauben, Schweißmuttern oder Blindnietbolzen. Mit der neuen mobilen Fließbohranlage wird nun auch dieses Verfahren „baustellenfähig“ und bleibt nicht mehr länger nur in den Werkstätten. Fließbohren eignet sich für metallische Werkstoffe, unter anderem aus Stahl, Aluminium, Messing und Kupfer und liefert die Basis für Gewinde mit hohen Auszugskräften. Die Möglichkeit des mobilen Einsatzes erweitert das Anwendungsspektrum für Verbindungen und Befestigungen beispielsweise bei Gerüsten, Geländern oder Installationsarbeiten. Mit Hilfe von Drehzahl und Axialkraft werden dabei Durchzüge für Schraubverbindungen spanlos, ohne Abfall erstellt. Das Verfahren macht überall dort Sinn, wo die Materialstärke nicht ausreicht, um genügend Gewindegänge einzubringen oder Durchgangsbuchsen für Lager- oder Lötstellen herzustellen.
Die mobile Fließbohranlage verfügt über eine 2-Gang-Bohrmaschine, die die für das Verfahren erforderlichen Leistungsdaten und ein modifiziertes Bohrfutter hat, um die beim Fließbohren wirkenden hohen Kräfte sicher übertragen zu können. Sie wurde für Materialstärken von 0,8 bis 2,5 Millimeter und für Kernlochdurchmesser von M4 bis M8 entwickelt. Der Bohrständer mit robuster, spielfreier Schlittenführung ist mit einem Maschinenschraubstock mit 100 Millimetern Spannweite ausgestattet. ee

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