Zerspanen

Kunststoffe mischen im Formenbau

Bei der Produktion von Segelyachten und Sportboote finden Epoxidharze und Polyurethan-Pasten heute breite Verwendung. Sie werden nicht nur zum Bau der Fertigteile eingesetzt, sondern bereits bei der Herstellung von Modellen und Formen. Ein entscheidender Faktor ist dabei das exakte Anmischen eines genau definierten Verhältnisses von Harz und Härter sowie die gründliche Durchmischung der Komponenten. Nur wenn beides gewährleistet ist, erreichen die Modelle und Formen die nötige Festigkeit und Präzision. Modulare Mischanlagen mit intelligenten Steuerungen führen deshalb alle flüssigen Kunstharz-Komponenten vollautomatisch und mit hoher Genauigkeit zusammen. Zu den führenden Anlagenhersteller auf diesem Gebiet zählt der mittelständische Maschinenbauer Tartler. Das Unternehmen bietet unter anderem flexible Mehr-Komponenten Mischanlagen, die speziell auf die Anforderungen im Modell- und Formenbau abgestimmt sind.

Beim Bau der Master- und Urmodelle für Schiffsrümpfe oder Bootsaufbauten nutzen viele Hersteller beispielsweise die Mischanlagen der Baureihe Nodopox. Diese Systeme können SMP-Modellierpasten (Seamless Modeling ­Pastes) und Epoxidpasten verarbeiten und stoßen je nach Ausführung, Materialviskosität und Mischungsverhältnis bis zu 5 kg/min aus. Das Dosierverhältnis lässt sich von 100:30 bis 30:100 oder 100:10 bis 10:100 stufenlos regeln. Beide Anlagen kommen auch im Directmolding zum Einsatz, bei dem die Formen direkt – sprich ohne Urmodelle – erstellt werden. Sollen Epoxydpasten in größeren Mengen verarbeitet werden, empfiehlt sich die Anlage Nodopox 200. Sie verarbeitet die Materialien direkt aus den 200-Liter-Gebinden und hat einen höhenverstellbaren Mischkopfgalgen mit vier Meter Reichweite. Damit unterstützt sie sowohl kontinuierliche Prozessab­läufe als auch eine einfache Handhabung. Eine Alternative Baureihe Nodopur. Ausgestattet mit einer automatischen Volumenstrom-Messung fördern sie bis zu 40 l/min. Sie werden sie zum Spritzen (Gelcoat) einbaufertiger Schiffsteile ebenso verwendet wie zum Tränken von Fasermatten oder Rowings. Diese Anlagen verfügen über intelligente Steuerungen und ermöglichen auch die Vakuuminjektion Glasfaser verstärkter Epoxidharze im Rahmen des Vakuum-Infusionverfahren oder durch das Resin Transfer Moulding.

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Zu den besonderer Merkmalen der Lösungen aus Lützelbach gehört der rotierende Statikmischer mit Drehzahl-Regelung. Er ermöglicht hohe Drehzahlen für das optimale Vermischen der Komponenten. Zugleich erhöhen Aussteifungen an den Mischelementen deren Standzeit. ms

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