VDMA Ost ist optimistisch
Im Osten geht die Sonne auf
Der ostdeutsche Maschinen- und Anlagenbau zeigte sich zum Jahresende 2013 konjunkturell durchwachsen. Während die Kapazitätsauslastung nach oben kletterte, gingen der aktuelle Auftragsbestand und die Umsatzrendite leicht zurück. Die Geschäftsaussichten bewerteten die meisten Unternehmen dennoch positiv. Das ergab die Konjunkturumfrage für das vierte Quartal 2013 unter den 350 Mitgliedern des VDMA-Landesverbandes Ost in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Die Unternehmen konnten ihre vorhandenen Kapazitäten erneut besser auslasten. Damit ist im Jahresverlauf 2013 die durchschnittliche Kapazitätsauslastung kontinuierlich gestiegen. Betrug sie im ersten Quartal 2013 noch 87 Prozent, erreichte sie im vierten Quartal 2013 mit 90,2 Prozent ihren höchsten Wert. Eine Auslastung von mindestens 90 Prozent verzeichneten dabei 69 von 100 Unternehmen. Nur vereinzelt lagen die Werte unter 70 Prozent. Stabil zeigte sich zudem die Auftragsreichweite mit durchschnittlich 4,2 Produktionsmonaten.
Der Aufwärtstrend bei Auftragsbestand und Umsatzrendite konnte indes zunächst nicht fortgesetzt werden. 70 von 100 Unternehmen registrierten zwischen Oktober und Dezember einen besseren oder gleich hohen Auftragsbestand im Vergleich zum Vorquartal. Dies bedeutet einen Rückgang auf das Niveau des zweiten Quartals.
Bei der Umsatzrendite, dem prozentualen Anteil des Gewinns am Umsatz eines Unternehmens, zeigt sich ein differenziertes Bild. So agierten zum Jahresende 78,4 Prozent der Firmen in der Gewinnzone, etwa vier Prozent weniger als im dritten Quartal 2013. "Interessant dabei ist, dass zum einen die Zahl der Unternehmen mit einer Umsatzrendite von mehr als fünf Prozent merklich gestiegen ist. Zum anderen erhöhte sich deutlich der Anteil jener Firmen, die knapp in der Verlustzone agierten. Erfreulicherweise mussten sich zudem spürbar weniger Unternehmen mit einer Rendite unter minus fünf Prozent zufriedengeben", erklärt Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA Ost. Zurückführen lasse sich dies unter anderem auf die Entwicklung des Auftragsbestandes. "Bei einigen Unternehmen machen sich die schleppende Vergabe von Aufträgen, Projektverzögerungen und Schwankungen im Auftragseingang bemerkbar. Andere Unternehmen hingegen profitieren bereits von der zyklischen Erholung auf Auslandsmärkten wie den USA, China und Europa", so Pätz.
Die erwartete Stabilisierung der Konjunktur in den größten Exportmärkten wirkt sich positiv auf die Geschäftserwartungen auf. Ähnlich wie in den beiden Vorquartalen gehen 86 von 100 Unternehmen für das erste Quartal 2014 von gleichbleibenden oder besseren Geschäften aus. "Wir können insgesamt von einem soliden Jahr 2013 für den ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbau sprechen. Für 2014 gehen wir von einem Wachstumsschub aus. Wir hoffen, dass sich die einsetzende konjunkturelle Erholung vorteilhaft auf die Marktabsatzchancen und die Auftragslage niederschlägt", so Pätz. bw









